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Wittenberge Schwimmhalle : Badespaß wird wohl teurer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Preisveränderungen in Schwimmhalle und Co. sollen Mehrbelastungen auch durch gesetzlichen Mindestlohn auffangen

von
erstellt am 07.Mai.2015 | 12:00 Uhr

Statt 1,50 sollen Erwachsenen künftig 2 Euro zahlen, wenn sie offiziell im Friedensteich baden wollen. Für Heranwachsende gilt statt der jetzt gültigen 1,30 Euro Eintrittsgeld dann 1,50 Euro: So sieht es eine neue Preisliste vor, über die Abgeordnete jetzt zu befinden haben.

Teurer kann aber nicht nur das Baden unter freiem Himmel werden. Auch für die der Stadt gehörende Prignitzer Badewelt sind neue Eintrittspreise anvisiert. So soll beispielsweise ein Erwachsener nach der im Entwurf vorliegenden Preisliste künftige für eineinhalb Stunden Badevergnügen statt 4 dann 4,50 Euro zahlen, bei drei Stunden stiege der Eintritt von 4,50 auf 5 Euro, um ein weiteres Beispiel zu nennen.

Spürbare Preiserhöhungen sind für die Sauna angepeilt. Heranwachsende bis 16 Jahre können danach beispielsweise für vier Stunden Schwitzvergnügen mit 7 statt jetzt 4 Euro zur Kasse gebeten werden, Erwachsene würden 10,50 statt derzeit 8,50 Euro zahlen.

Als Grund für die Preisanstiege in diesen beiden Einrichtungen wie auch für Leistungen der Touristinformation sowie des Kultur- und Festspielhauses gibt der Kultur-, Sport- und Tourismusbetrieb (KSTW) in der Hauptsache den Mindestlohn an, auf den eine Reihe von Mitarbeitern des städtischen Eigenbetriebs jetzt Anspruch hat. Anpassungen und Steigerungen des Aufwandes nennt der KSTW als weitere Gründe.

Als sich am Montagabend der Werkausschuss für den KSTW mit den Preisveränderungen befasste, widersprach keiner der Abgeordneten den Vorschlägen grundsätzlich.

Vielmehr lag es an einer ganzen Reihe von Details, die letztlich dazu führten, dass die Beschlussvorlagen für die Touristinformation und für die Schwimmhalle vom Ausschuss zurückgestellt wurden.

Hans-Joachim Lüttschwager (CDU) fand es beispielsweise doch sehr erstaunlich, dass der KSTW mit keinem Wort in der Beschlussvorlage auf die deutlich gestiegenen Energiekosten eingeht, die aber auch ein wichtiger Grund für die Preiskorrekturen in der Prignitzer Badewelt sind.

Wolfgang Strutz (Linkspartei) und Bernd Gerhardt (FDP) fragten nach detaillierten Aufschlüsselungen, ob und wie Änderungen Mehraufwendungen auffangen. Ein wichtiges noch zu klärendes Problem: Kann der KSTW dem Schwimmclub „Delphin“ über das jetzt geleistete Maß noch finanziell unter die Arme greifen? Der erfolgreiche Schwimmclub kommt nach eigenen Worten an die Grenze des Machbaren, wenn in der Prignitzer Badewelt die Bahn nicht mehr für 25, sondern für 30 Euro pro Stunde vermietet wird.  

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