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Neue Energiequelle für Badewelt : Badespaß mit weniger Kosten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt rüstet Schwimmhalle mit Blockheizkraftwerk aus / Geringere Ausgaben für Energie

von
erstellt am 30.Jun.2017 | 12:00 Uhr

Es ist entschieden: Die Prignitzer Badewelt wird mit einem Blockheizkraftwerk ausgestattet, um die Kosten für Wärme und Strom zu senken. Denn der Badespaß unter Glas bzw. Folie geht ins Geld. Die Badewelt ist ein kommunaler Zuschussbetrieb. „Die Investition ist ein Weg, um die hohen Energiekosten zu reduzieren“, sagt Bauamtsleiter Martin Hahn. Er beziffert die Investition selbst mit rund 200 000 Euro. Im September wird das Blockheizkraftwerk in der Badewelt eingebaut.

Der Entscheidung für ein eigenes Kraftwerk, ging ein langer Abwägungsprozess mit Für und Wider voraus. Denn betroffen sind die Stadtwerke. Sie liefern, wie der Bauamtsleiter erklärt, für die Prignitzer Badewelt Fernwärme und Strom. Geht das Blockheizkraftwerk in Betrieb, werden die Stadtwerke zu Spitzenzeiten nur noch zuliefern müssen, aber die Abnahmemenge verringere sich auf etwa die Hälfte, sagt der Bauamtsleiter.
Auch wenn die Kommune das Gas für das Blockheizkraftwerk bei den Stadtwerken einkauft, verdient der örtliche Energieversorger künftig unter dem Strich weniger an der Schwimmhalle.

Das hat Auswirkungen auch für die Kommune, denn sie hält 51 Prozent der Gesellschafteranteile von den Stadtwerken. Verständlich, dass die Anschaffung eines Blockheizkraftwerkes auch bei Abgeordneten nicht unumstritten war bzw. ist.

Denn viele Dinge auf freiwilligem Gebiet kann sich die Stadt nur leisten, weil sie am Gewinn der Stadtwerke beteiligt ist, so sagte es Bürgermeister Oliver Hermann als Aufsichtsratsvorsitzender des örtlichen Versorgungsunternehmens anlässlich dessen 20-jährigen Bestehens. Kulturhaus, Schwimmhalle und Bibliothek finanzieren sich über diese Gewinnbeteiligung der Kommune an den Stadtwerken, zählte er auf.

Sägt die Kommune sich mit der Investition in das Blockheizkraftwerk selbst einen wichtigen finanziellen Ast ab? Der Bauamtsleiter widerspricht. Er sagt: „Die Einsparungen liegen höher als der Verlust an Gewinnen, damit die Gewinnbeteiligung.“ Ihm ist in diesem Zusammenhang die Feststellung sehr wichtig, dass „die Stadtwerke von Anfang an dem Prozess der Umstellung, am Konzept dafür beteiligt waren“.

Die Stadt hat die Betriebsführung für die Prignitzer Badewelt seit Jahren an die Bäder GmbH vergeben. Für diese Gesellschaft versichert Lutz Lange auf Nachfrage: „Wir profitieren finanziell keinesfalls von den Einsparungen durch das Blockheizkraftwerk.“ „Diese Einsparungen“, das sagt Uwe Neumann als Leiter des Kultur-, Sport- und Tourismusbetriebes verbindlich, „kommen dem Stadthaushalt zu Gute“.  

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