Badewelt : Badespaß für Familien wird teurer

Familien müssen voraussichtlich ab Januar
Familien müssen voraussichtlich ab Januar

Werkausschuss befürwortet moderaten Preisanstieg. Neue Preise liegen größtenteils dennoch unter vergleichbaren Angeboten.

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22. November 2017, 17:31 Uhr

Die Eintrittspreise für Familienkarten in die Schwimmhalle und für Tickets in die Sauna der Prignitzer Badewelt sollen angehoben werden. Das empfiehlt der KSTW-Werkausschuss einstimmig der Stadtverordnetenversammlung. Geben die Abgeordneten im Parlament ihr Okay, werden die Preise zum Jahresbeginn pro Familienkarte zwischen einem und 2,5 Euro steigen. Zahlen Eltern mit einem Kind jetzt beispielsweise für zwei Stunden Badevergnügen 11,50 Euro, sollen es ab Januar 12,50 Euro sein. Eine Tageskarte würde die Eltern und ihr Kind, um noch ein Beispiel zu nennen, statt jetzt 19 dann 20,50 Euro kosten.

In der Sauna klettern die Eintrittspreise für Kinder bis 16 Jahre, für Schüler und Schwerbehinderte mit Ausweis von sieben auf neun Euro, für Erwachsene von 10,50 auf 12,50 Euro.

Die Prignitzer Badewelt gehört der Kommune. Die Bäder GmbH fungiert als ihr Betriebsführer. Deren Geschäftsführer Christian Maasch erläuterte den Werkausschussmitgliedern die neue Preisstruktur und verwies gleichzeitig auf Vergleiche, die die Gesellschaft mit ähnlich gelagerten Einrichtungen wie Stendal, Gartow, Salzwedel, Neuruppin vorgenommen habe. „Wir liegen auch mit der Erhöhung noch im unteren Drittel“, so der Geschäftsführer. Uwe Neumann als KSTW-Werkleiter bekräftige: „Die Erhöhung ist notwendig.“ Er wie auch Maasch führen als Gründe den Mindestlohn sowie die durch das Alter der Badewelt bedingten stetig steigende Wartungs- und Instandhaltungskosten an. Die Mehreinnahmen würden sich pro Jahr auf zirka 15  000 Euro belaufen.

Dass es Besuchereinbrüche wegen des Preisanstiegs geben könne, kann Maasch sich nicht vorstellen. Auch nach der letzten Preiserhöhung 2015 – damals in einem anderen Segment – seien die Besucherzahlen stetig angestiegen. Die Prignitzer Badewelt steuert zum Jahresende auf einen Rekord zu.

Bis einschließlich Dienstag besuchten in diesem Jahr bereits 103 695 Gäste das Sport- und Spaßbad sowie die Sauna; im gesamten Jahr 2016 waren es 109 001, in dem Jahr zuvor 106 748 Besucher.

Fakt ist aber auch, dass die Badewelt sich nicht selber trägt, die Kosten die Einnahmen bei weitem übersteigen. Die Einrichtung ist ein Zuschussbetrieb. Für 2018 sind im Entwurf zum KSTW-Wirtschaftsplan 537 900 Euro aus Zuschussbedarf eingestellt.

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