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Energiesparen in der Wittenberger Badewelt : Badespaß dank Blockheizkraftwerk

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Schwimmhalle kommt ohne Zuschüsse nicht aus / Kommune denkt über neue Wege nach / Stadtwerke sollen mit ins Boot

Badespaß unter Glas bzw. unter Folie, wie es in der Prignitzer Badewelt der Fall ist, hat seinen Preis. Ohne jährlichen Zuschuss aus der Stadtkasse geht es gar nicht. „Das Objekt hat einen hohen Wärme- und Stromverbrauch“, so formuliert es Stadtbauamtschef Martin Hahn. Und das strapaziert den kommunalen Haushalt.

Wie aber von den Kosten ’runterkommen? Der Einsatz eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) wäre ein Weg zur Optimierung, sagt Hahn und er verweist darauf, dass diese Idee schon seit längerem verfolgt wird. Aber, das betont er auch, „es ist noch nichts entschieden“. Die Kommune befinde sich im Abwägungsprozess. Wenn dieser weit genug gediehen sei, würden die Möglichkeiten den Abgeordneten zur Diskussion und Entscheidung vorgelegt.

Bei der Entscheidung über die Anschaffung eines Blockheizkraftwerkes sind verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Fakt sei, so erläutert der Bauamtschef, dass ein solches BHKW auf der Grundlage von Gas produziert. Das sei preiswerter als die derzeitige Lösung mit Fernwärme aus den Stadtwerken. Außerdem würde die Kommune beim Einsatz eines Blockheizkraftwerkes vom Gesetz über die erneuerbaren Energien profitieren. Die Stadt würde Strom produzieren, den sie selbst in der Badewelt verbraucht. Das ist aber nur ein Aspekt des derzeitigen Abwägungsprozesses, macht Hahn sehr deutlich. Denn auf jeden Fall „wollen wir die Stadtwerke in die Lösung einbeziehen“.

Viele Dinge auf freiwilligem Gebiet könnte sich die Stadt nämlich überhaupt nicht leisten, wenn sie nicht am Gewinn der Stadtwerke beteiligt wäre, so formulierte es Bürgermeister Dr. Oliver Hermann zum 20. Geburtstags der Stadtwerke als Aufsichtsratsvorsitzender des Wasser-, Strom- und Gasversorgers. Kulturhaus, Schwimmhalle und Bibliothek finanzieren sich über diese Gewinnbeteiligung der Kommune an den Stadtwerken, zählte er auf. An dieser Rolle hat sich nichts geändert.

Weiter fortgeschritten als die Überlegungen zum Einsatz eines BHKW sind die zu einer neuen Lüftungsanlage in der Badewelt. Sie soll kommen und über Geld aus dem Kommunalen Investitionsfördergesetz finanziert werden.  

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erstellt am 28.Mai.2016 | 12:00 Uhr

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