Backen wie einst die Brezeltante

Bäckermeister Ulf Grünberg führte die Grundschüler in die Kunst der Brezelherstellung ein.
Bäckermeister Ulf Grünberg führte die Grundschüler in die Kunst der Brezelherstellung ein.

Lenzener Grundschüler gingen bei Bäcker Ulf Grünberg auf Spurensuche / Heute Präsentationstag zu 475-jähriger Schulgeschichte

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29. Juni 2017, 10:10 Uhr

Mit einem öffentlichen Präsentationstag schließt die Gijsels van Lier-Grundschule in Lenzen heute ihre Projektwoche ab. Besucher können ab 17 Uhr in der Mehrzweckhalle zusammen mit den Mädchen und Jungen auf eine Zeitreise durch die 475-jährige Geschichte der Lenzener Schule gehen.

Eine Woche lang widmeten sich die verschiedenen Klassenstufen dem Schulalltag in Lenzen vom 16. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Bei ihren Recherchen kamen die Grundschüler nicht an Anna Grieben vorbei. Die wohlhabende Dame, der Überlieferung nach die Stifterin der „Brezelsalve“, kam im 17. Jahrhundert auf die Idee, die Schüler zum Beginn eines Schuljahres unter anderem mit Brezeln zu beschenken. Nach ihrem Tod 1617 wurde dieser Brauch bis Anfang des 20. Jahrhunderts fortgeführt.

Wie die Doppelkringel aber einst und heute geformt sowie gebacken werden, erfuhren einige Mädchen und Jungen in der Bäckerei von Ulf Grünberg. Das Familienunternehmen ist seit einiger Zeit im Besitz des Originalbrezelrezepts der Anna Grieben. „Wir haben das Rezept für die Brezel aber den heutigen Geschmacksnerven anpassen müssen. Mit den damaligen Zutaten zubereitet, wären sie heute nichts für unseren Gaumen, wären einfach nicht genießbar“, erklärt Bäckermeister Grünberg, denn „Salz und Zimt seien damals ja wie Goldstaub gewesen.“ Heutzutage wird Mürbeteig mit Butter und Sahne, mit einem hohen Fettgehalt, gefertigt. Und wie die von den Kindern geformten Brezel schmecken, kann heute beim Präsentationstag probiert werden.

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