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Alte Bundesstraße 189 : B 189 alt wird Kreisstraße

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt setzt zuvor Radweg instand und übernimmt zudem im Gegenzug vom Kreis die Straße von Quitzow nach Neu Premslin

von
erstellt am 27.Feb.2017 | 12:23 Uhr

Einhellig stimmte die Stadtverordnetenversammlung den öffentlich-rechtlichen-Vereinbarungen zwischen der Stadt und der Gemeinde Karstädt sowie dem Amt Bad Wilsnack/Weisen zu. Damit ist der Weg frei für den Tausch von sogenannten Baulasten, sprich von Straßen.

Der Ausgangspunkt: Die neue B 189 war fertig, da wurde die alte herabgestuft, ging in Hoheit der Stadt über. Die war alles andere als glücklich mit dieser Entscheidung, die auch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg manifestierte. Im Dezember 2015 dann die frohe Botschaft: Die B 189 alt wird vom Status her eine Kreisstraße. Die Stadtverordnetenversammlung stimmt daraufhin dem Tausch samt straßenbegleitendem Radweg zu. Perleberg übernimmt dafür die Kreisstraße K 7029, die von Quitzow über Neu Premslin zur B 5 führt und zur Gemeindestraße herabgestuft wird. Der Abschnitt zwischen Quitzow und der Gemarkungsgrenze der Gemeinde Karstädt geht damit in Stadthoheit über. Die Stadt setzt abschnittsweise hier zuvor die Bankette in Ordnung, übernimmt die Sanierung von Rissen und die Oberflächenbehandlung auf der Fahrbahn auf der gesamten Länge. Denn die Gemeinde Karstädt, die mit im Boot ist, übernimmt den Rest Straße verständlicher Weise nur, wenn dieser in Ordnung ist. 28 000 Euro kostet das Perleberg.

Klar war zudem, dass es auch die Umstufung der B 189 alt nicht zum Nulltarif für die Stadt gibt. Eine Grundsanierung des straßenbegleitenden Radweges macht der Landkreis hier zur Bedingung. Eine Forderung, mit der die Stadtverordneten leben können. So sollen hier sogenannte Wurzelschutzbahnen eingefräst, die Oberfläche von schadhaften Bereichen instandgesetzt und mit einer neuen Asphaltschicht überzogen werden. Gleichso mit im Boot hier, das Amt Bad Wilsnack/Weisen, das für ihren Bereich der B 189 alt die Kosten trägt.

Für Perleberg, das die Planung, Ausschreibung, Vergabe, Durchführung und Abnahme der Bau- und Sanierungsmaßnahmen übernimmt, sind das voraussichtlich 112 000 Euro.

Summa summarum rund 140 000 Euro kostet der Baulasttausch samt der damit einher gehenden Vorleistungen die Stadt. Eine gute Investition, alles andere würde der Stadt auf Dauer weitaus teurer kommen, so auch der Tenor der Stadtverordneten. Sie stimmten besagten öffentlich-rechtlichen Vereinbarungen so auch einhellig zu. Die Kommunalaufsicht hatte im Vorfeld signalisiert, dass es keine Bedenken hinsichtlich des Verfahrens gebe.

Just am Tag der Stadtverordnetenversammlung lag auch die Umstufungsvereinbarung des Landkreises vor, wie Bürgermeisterin Annett Jura verkündete.  

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