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Radweg nach Weisen wird saniert : B 189 alt avanciert zur Kreisstraße

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt muss zuvor Radweg grundsanieren und übernimmt im Gegenzug vom Kreis die Straße von Quitzow Richtung Neu Premslin.

svz.de von
erstellt am 18.Dez.2015 | 16:40 Uhr

Eine gute Botschaft zum Ende des Jahres für die Stadt: Die B 189 alt wird vom Status her eine Kreisstraße. Allerdings hat die Stadt bis dahin noch einiges an Vorarbeit zu leisten, wie Bauamtsleiter Hagen Boddin auf Nachfrage bestätigte. In der Stadtverordnetenversammlung hatte er über den angestrebten Tausch von Baulasten informiert. Auf Beschluss der Abgeordneten war dieser Punkt in den öffentlichen Teil aufgenommen worden.

Konkret geht es um den Bereich zwischen Eichhölzer Weg und der Gemarkung Weisen. Mit der Fertigstellung der B 189 neu wurde dieser abgestuft und der Stadt übertragen. Die war alles andere als glücklich mit dem Erbe. Immerhin sind es 3,8 Kilometer Straße, für die sie seither in der Verantwortung ist und das sei alles andere als ein Pappenstiel – finanziell gesehen, so die Argumente der Stadt.

Lange Zeit habe man über diesen Bereich verhandelt, der in der Öffentlichkeit schon für viel Diskussion sorgte, so Edelgard Schimko, Geschäftsbereichsleiterin für das Wirtschaft, Bau und Kataster beim Landkreis. „Wir haben aber selbst 317 Kilometer Straßen und wollen nicht noch mehr.“ Also komme nur ein Tausch von Baulasten in Frage. Es gebe sicher Kreisstraßen, die weniger beansprucht werden, räumt die Geschäftsbereichsleiterin ein. Eine solche wäre aus Sicht der Stadt die K 7029, die von Quitzow über Neu Premslin zur B 5 führt. „Der Abschnitt zwischen Quitzow und der Gemarkungsgrenze der Gemeinde Karstädt würde dann in Stadthoheit übergehen“, erläutert der Bauamtsleiter. Die Stadt übernimmt abschnittsweise hier zuvor die Instandsetzung der Bankette, die Sanierung von Rissen und die Oberflächenbehandlung auf der Fahrbahn auf der gesamten Länge. Denn die Gemeinde Karstädt, die mit im Boot sein muss, übernimmt den Rest Straße verständlicher Weise nur, wenn dieser in Ordnung ist. 28 100 Euro würde das der Stadt kosten.

Und auch die Umstufung der B 189 alt gibt es nicht zum Nulltarif für die Stadt. Eine Grundsanierung des straßenbegleitenden Radweges mache der Landkreis hier zur Bedingung, so Edelgard Schimko. Eine Forderung, mit der die Stadtverordneten leben können. So sollen hier sogenannte Wurzelschutzbahnen eingefräst, die Oberfläche von schadhaften Bereichen instandgesetzt und mit einer neuen Asphaltschicht überzogen werden, listet der Bauamtsleiter den weiteren Werdegang auf.

Summa summarum rund 140 500 Euro würde der Baulasttausch samt der damit einher gehenden Vorleistungen die Stadt kosten. Eine stattliche Summe, die die Stadt und die Abgeordneten bereit sind,auszugeben. Andernfalls hieße es für Perleberg, neben der Instandhaltung der Straße, die Bankette entlang der B 189 alt regelmäßig zu mähen, die Leitplanken herzurichten und die Großbäume zu pflegen. „Von Letztgenannten haben wir auch so schon ausreichend“, betont der Bauamtsleiter.

 

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