Azubis kochen sich auf Platz 3

Tina Scheibenhuber
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Tina Scheibenhuber

Vier Köche in spe aus dem Oberstufenzentrum schneiden in Teltow super ab

svz.de von
05. Dezember 2013, 00:33 Uhr

Andreas Maciejewski, Manja Matys, Julia Mebs und Tina Scheibenhuber sind Köche in spe. Ihre praktische Ausbildung absolvieren die jungen Leute, alle noch unter 20 Jahre, in verschiedenen Häusern in der Prignitz. Die Theorie vermittelt das Oberstufenzentrum, das auch über eine sehr gut ausgestattete Lehrküche verfügt. In dieser Küche ist in den letzten Wochen so mancher Tropfen Schweiß zusätzlich geflossen. Die vier Auszubildenden haben sich dort, betreut von Fachlehrerin Annegret Rose und Manuela Peters vom Prignitzer Köcheverein, auf die Berufsschulmeisterschaften Berlin/Brandenburg in ihrem Fach vorbereitet. Am Sonnabend fanden sie statt.

Die künftigen Köche von hier haben sich super geschlagen, sagen Annegret Rose und Manuela Peters. Nach einem Team aus Berlin und aus Potsdam kochten sie sich auf Platz 3 und ließen damit noch zwei Teams hinter sich.

Jeder kennt den Spruch, gegessen wird, was auf den Teller kommt. Für die Teams beim Wettbewerb gilt in Abwandlung: Gekocht wird, was im Warenkorb ist. „Alle Mannschaften bekommen die gleichen Rohstoffe. Wir müssen dann genau überlegen, was für ein Menü wir daraus kochen“, sagen Julia und Manja. Zu bedenken sind viele Dinge, erzählen die künftigen Köchinnen, zum Beispiel, dass der Fisch, der in der Vorspeise verarbeitet ist, nicht noch einmal im Hauptgang auftauchen darf. In allen Einzelheiten lässt sich hier nicht beschreiben, wofür sich die Vier aus der Wittenberger Schule entschieden. Zum Appetit anregen – hier ein Kurzabriss: Zum Auftakt gab es geräucherte Lachsforelle mit lauwarmem Salat und Wachtelei. Es folgte eine Kraftbrühe von der Landente. Im Hauptgericht warteten sie mit gebratenem Frischlingsrücken mit Preiselbeer-Wallnusskruste an Rotwein-Schokoladensauce, Gemüsevariationen sowie Kartoffelgaletten auf. Das Dessert mit Heidelbeereis und gefülltem Maistörtchen an warmem Feigenkompott gelang den Vier aus dem OSZ so gut, dass es dafür eine extra Urkunde gab.

Der Kochausscheid fand in der Küche des Ausbildungsverbundes in Teltow statt. Nach fünf Stunden voller Arbeit sowie hier und da auch Hektik war es geschafft. Die Jury erhielt das Menü zum Verkosten.

„Es war anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht“, sagt Julia. Manja ergänzt: „Wir wollen nächstes Jahr wieder mitmachen. Man lernt einfach eine Menge.“ Auch Andreas Maciejewski will 2014 wieder dabei sein. Von seinem Küchenchef im Hotel Prignitz, Udo Gädeke, wird er bestärkt: „Wenn sich solche Möglichkeiten bieten, dann sollen die jungen Leute sie auf jeden Fall wahrnehmen. Man kann so viel lernen.“ Annegret Rose und Manuela Peters sagen, es ist wichtig, wenn die Schüler von den Ausbildungsbetrieben unterstützt und in ihrem Engagement bestärkt werden. „Nur dann klappt es mit dem Wettbewerb.“

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