Scheinwerfer : Autolampen blenden den Fährmann

Die Anweisungen für Wartende sind klar formuliert.
Die Anweisungen für Wartende sind klar formuliert.

Erich Butchereit bittet Autofahrer, sich genau an die Anweisungen am Fähranleger zu halten.

svz.de von
30. November 2014, 09:00 Uhr

Fährmann Erich Butchereit fühlt sich in den Morgen- oder Abendstunden zuweilen geblendet. Nicht von Edelkarossen oder schönen Frauen, die der 71-Jährige täglich mit der „Westprignitz“ vom Fähranleger Lenzen hinüber ans Elbufer des niedersächsischen Pevestorf und zurück chauffiert, sondern von ungeduldigen Autofahrern. „Manche fahren bis kurz vor die Anleger und warten mit eingeschalteten Scheinwerfern auf die Fähre. Sie denken wohl, dann sehen wir sie in der Dunkelheit besser“, beklagt sich Butchereit.

Doch dem Fährmann wird das Landemanöver durch das grelle Licht eher erschwert. Denn höchste Konzentration ist von ihm gefragt, wenn die auf der Landeklappe der Autofähre installierten Fallpoller beim Auffahren auf die installierten Anfahrkeile an den Fähranlegern in 60 Zentimeter schmale Schlitze arretieren sollen.

Und wie soll man sich als Autofahrer in der Dunkelheit am Fähranleger richtig verhalten? „An den Stoppschildern mit Standlicht warten und erst wenn die Schranke auf der Fähre hoch geht, das Abblendlicht einschalten“, erklärt Erich Butchereit. Bei dichtem Nebel können die potenziellen Passagiere auch mal mit kurzem Aufblenden der Scheinwerfer oder hupen auf sich aufmerksam machen.

Auf jeden Fall sollte man beim Warten auf die Fähre am Stoppschild die Handbremse in seinem Auto anziehen, denn sonst kann es passieren, dass sich der Wagen auf der zum Ufer hin abfallenden Fährstraße urplötzlich selbstständig macht. Ein älterer Kraftfahrer aus Niedersachsen machte erst in der vergangenen Woche diese unliebsame Erfahrung.



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