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Wittenberger Jahnschul-Viertel profiliert sich : Außen Altbau – innen hoch modern

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Aus der Redaktion des Prignitzers

WGW stellt das nächste Großprojekt im Jahnschul-Viertel fertig / Bahnstraße muss hinten an stehen. Ausnahme bildet der Block beim Kulturhaus.

svz.de von
erstellt am 22.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Die Wohnungsbaugesellschaft (WGW) konzentriert ihre Kraft in diesem und in den kommenden Jahren in den Stadtgebieten, in die Fördergeld fließt, saniert und modernisiert dort Wohnungen, sagt der Geschäftsführer der WGW, Torsten Diehn. Denn nur in den ausgewiesenen Sanierungsgebieten lässt sich ein Euro für den Stadtumbau vervielfachen.

Nachdem die Gesellschaft im vergangenen Jahr mit dem Haus der vier Jahreszeiten ein Wohngebäude auf höchstem Niveau sanierte, wie Diehn es ausdrückt, will die Gesellschaft im ersten Halbjahr 2014 ein sehr ähnliches Großprojekt in Jahnschul-Viertel fertig stellen. Es handelt sich um die Eckbebauung in der Johannes-Runge-Straße 7 und 8. Dank umfassender Förderung in Verbindung mit Eigenmitteln der Gesellschaft und einem Förderkredit baut die WGW dort 16 Wohnungen – drei im Haus Nummer 8 und 13 im Haus Nummer 7 – um und aus. „Unter dem Strich vermieten wir dort dann Wohnungen, die energetisch neuesten Baustandard haben. Es ist modernstes Wohnen in einem Jugendstilhaus“, erklärt Diehn. Dass derartig hergerichtete Wohnungen im Stadtinnern gut nachgefragt sind, daran lässt der WGW-Geschäftsführer keinen Zweifel. Die der Johannes-Runge-Straße 7/8 folgenden Sanierungskandidaten hat die WGW, die eine 100prozentige Tochter der Stadt Wittenberge ist, bereits festgelegt. Die Wohnungsgesellschaft konzentriert sich weiterhin auf das Quartier rund um die Schule. Die Bürgermeister-Jahn-Straße 1 und die Nachbargebäude 2 sowie 3 werden folgen.

Gegenüber diesen jetzt noch Leerhäusern baut direkt neben dem Bürgerzentrum der SOS-Verein zwei Häuser um und aus. Die Stadt ihrerseits will im zeitigen Frühjahr, wenn das Wetter es zulässt, den dortigen Abschnitt der Johannes-Runge-Straße erneuern: Das innerstädtische Wohngebiet gewinnt damit weiter an Profil und Lebensqualität.

Mit der Konzentration der finanziellen Kräfte in den Stadtumbaubereich gehen in anderen Stadtteilen Abstriche einher. Der „Prignitzer“ fragte den WGW-Geschäftsführer nach den Neubaublocks in der Bahnstraße. Denn WIR-Mitglieder monierten gegenüber der Redaktion das Aussehen der vor mehr als 25 Jahren errichteten Plattenhäuser. Sie seien so kein Aushängeschild für die Haupteinkaufsstraße.

Die Antwort von Diehn ist eindeutig: Eine umfassende Sanierung – und nur eine solche würde sich lohnen, wenn man die Häuser anfasst– sei für die nahe Zukunft nicht geplant. Allerdings, auch das sagt der Geschäftsführer, habe die Gesellschaft sich mit dem Thema Sanierung und Modernisierung der Neubauten bereits befasst, Planungen vorbereitet. „Aber so lange Förderungen für den Altbaubestand fließen, werden wird dort investieren“, verdeutlicht der Geschäftsführer die Unternehmensposition. Wichtig ist ihm aber die Feststellung, „dass die Wohnungen in den Neubauten von uns gut in Schuss gehalten werden“, teils sehr gut hergerichtet seien.

Eine Ausnahme macht die WGW allerdings bezüglich der Bahnstraße dann doch. Der Neubaublock mit den Eingängen 57 bis 57c direkt gegenüber dem Kultur- und Festspielhaus wird – wegen des Besonderen seiner Lage, wie es heißt – verschönt. Er erhält ein neues Dach, neue Fenster, eine Dämmung der Fassade und neue Farbe. Es wird aber nicht einfach nur gestrichen. Vorgesehen ist eine Illusionsmalerei, die, wie der Name schon sagt, den Leuten, die aus dem Kulturhaus kommen, auf den ersten Blick suggeriert: Hier steht ein gepflegter Altbau.

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