Ausreichend Notärzte sind im Landkreis aktiv

Unterbrochene Urlaube, getrennte Feiertage und Kindergeburtstage: Lutz Dieckmann dankte seiner Frau Katja  für ihr Verständnis und für ihre Unterstützung.Hanno Taufenbach
Unterbrochene Urlaube, getrennte Feiertage und Kindergeburtstage: Lutz Dieckmann dankte seiner Frau Katja für ihr Verständnis und für ihre Unterstützung.Hanno Taufenbach

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23. November 2012, 05:18 Uhr

Perleberg | Es soll keine Beweihräucherung sein, aber auch kein Kleinreden der Erfolge. Lutz Dieckmann stellte gestern anlässlich seines 20. Dienstjubiläums als Ärztlicher Leiter Rettungsdienst und Leitender Notarzt des Kreises den Helfern ein gutes Zeugnis aus. Der Stand der medizinischen Notfallversorgung im Kreis könne sich sehen lassen: Sechs leitende Notärzte an zwei Standorten und rund 40 Mitglieder im Notärzteverein bilden eine zuverlässige Einsatzgrundlage, so Dieckmann.

Dass er selbst all das maßgeblich mit aufgebaut hat, wurde in der Feierstunde deutlich, aber Dieckmann ließ keine zweifel daran aufkommen, dass die Erfolge vielen Mitstreitern zu verdanken seien. Zum Beispiel dem langjährige Leiter des Rettungsdienstes Erhard Hennig. "Manch leise Warnung, manchen rat hat er mit gegeben. Wir waren ein wunderbar gemischtes Doppel", sagte Dieckmann über ihn. Sein langjähriger Chef in der Kreisverwaltung Wolfgang Schulz habe eine Maxime gehabt: "Mach, aber ich will keine Überraschung erleben, keinen Ärger bekommen."

Als nicht immer einfach bezeichnete der Notarzt die Zusammenarbeit mit Landrat Hans Lange. Manche Lösungssuche sei konträr verlaufen, habe ihre Zeit gebraucht. "Aber wir haben Lösungen gefunden, die wir nach außen hin vertreten konnten", so Dieckmann. Besonders schwierig und langwierig sei der Aufbau der notärztlichen Strukturen gewesen. Verschiedene Gruppen an unterschiedlichen Standorten galt es zusammen zu führen, einheitliche Standards durchzusetzen.

Vor der Zukunft habe er keine Bange. "Die Personalnot im ärztlichen Bereich wird bleiben", sagt er. Aber darauf sei man eingestellt. So könnten auch zu Jahresbeginn zwei Lücken bei den leitenden Notärzten nahtlos geschlossen werden. Ein Ziel für die Zukunft bleibt der Aufbau eines elektronischen Alarmierungssystems. Dieses soll bei Großschäden mit 50 Verletzten und mehr greifen, zeitgleich ausreichend hauptberufliche und ehrenamtliche Helfer verständigen.

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