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Der Prignitzer

20. Oktober 2017 | 18:25 Uhr

Notärzte : Ausreichend Notärzte im Kreis

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Verein koordiniert Einsätze und beruft neue Standortleiter in Perleberg sowie in Pritzwalk

von
erstellt am 07.Okt.2015 | 22:00 Uhr

Eine gute Nachricht: Die notärztliche Versorgung in der Prignitz wird vom zuständigen Landkreis als sehr gut eingeschätzt. Grund ist ein Team von rund 40 Ärzten, die kreisweit alle Dienste rund um die Uhr absichern. An ihrer Spitze stehen sieben leitende Notärzte. Deren Chef Lutz Dieckmann informierte gestern über personelle Veränderungen.

Zwei vakant gewordene Stellen als Standortleiter in Perleberg und Pritzwalk mussten neu besetzt werden. „Das ist uns gelungen. Dr. Katja Wilke übernimmt die Leitung in Perleberg und Dr. Dirk Mielke in Pritzwalk“, sagte Lutz Dieckmann, der den Standort Wittenberge verantwortet. Damit sei das Team wieder vollständig.

Standortleiter müssen nicht nur Einsätze fahren, sondern schreiben Dienstpläne, sind die Schnittstelle zu den Rettungswachen und zum Rettungsdienst. „Für alle leitenden Notärzte gilt, dass sie eine langjährige Erfahrung im Rettungsdienst haben, den Landkreis und Einsatzpartner wie die Feuerwehr oder die Polizei kennen“, erklärt Dieckmann.

All das sei bei Dirk Mielke der Fall. Er ist Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin am KMG Klinikum in Pritzwalk, arbeitet seit 1999 in der Prignitz und seit 15 Jahren als Notarzt. „Ich kenne die Strukturen, mit macht die Arbeit Spaß“, sagte er. Dass er neben dem jetzt schon vorhandenen Papierkram noch mehr organisieren muss, nehme er gern in Kauf.

Ähnlich sieht es seine Kollegin Dr. Katja Wilke. Geprägt durch ihre Eltern stand für die Unfallchirurgin am Kreiskrankenhaus früh fest, ebenfalls als Notärztin zu arbeiten. „Mir ist es wichtig, über den Tellerrand hinaus zu schauen, mich mit anderen medizinischen Krankheitsbildern auseinander zu setzen.“

Der Landkreis steht in der Pflicht, den ärztlichen Notdienst zu gewährleisten. „Krankenhäuser müssen dafür Personal abstellen“, erklärte Erich Schlotthauer, Sachbereichsleiter Katastrophenschutz. Doch das allein würde nicht ausreichen. Insofern sei man dankbar, dass es den Verein gibt, deren Mitglieder zusätzlich zu ihren regulären Arbeitszeiten als Notarzt in Bereitschaft sind. „Das funktioniert nur durch Engagement“, betonte Dieckmann. In ganz Brandenburg sei es der einzige Notärzteverein.

Davon profitiert auch der kreisliche Rettungsdienst, bekräftigt deren Leiter René Glaeser. Die Notärzte bringen sich in die Ausbildung der Notfall-Sanitäter ein, so Glaeser. Das sei für alle Beteiligten von Vorteil.

Neben den drei genannten gehören zu den leitenden Notärzten ebenfalls Dr. Erik Altenburg, Dr. Joana Dörfler, Dr. Henning Meinhold und Karsten Wilke. Lutz Dieckmann bedankte sich bei Dr. Britta Fürstenau, die bisher den Standort in Pritzwalk geleitet hatte und jetzt Chefärztin der Geriatrie in Perleberg ist.

 

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