Ausreichend Lehrer im neuen Schuljahr

Ministerin Martina Münch (SPD) besuchte gestern die Prignitz und brachte gute Nachrichten mit.dpa
Ministerin Martina Münch (SPD) besuchte gestern die Prignitz und brachte gute Nachrichten mit.dpa

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27. Mai 2013, 06:40 Uhr

Prignitz | Zwei dicke Schecks für die Kitas in Glöwen und Bendelin, gute Nachrichten für das kommende Schuljahr sowie ein dickes Lob für die Oberschule Wittenberge hatte gestern Bildungsministerin Dr. Martina Münch (SPD) zu ihrem Prignitzbesuch mitgebracht.

Die Kindertagesstätten dürfen sich über einen Zuschuss von insgesamt rund 110 300 Euro freuen. Damit werden Umbau und Ausstattungsmaßnahmen ermöglicht. "Wir werden davon unter anderem Türen sanieren, unsere Ausstattung verbessern", sagte Glöwens Kita-Leiterin Christine Kühn. Erst kürzlich wurde die Kapazität auf 74 Kinder erhöht. "Nach den Umbaumaßnahmen gewinnen wir nochmals Platz für zehn Kinder", freut sich Kühn. Ihre Einrichtung sei gut ausgelastet.

Gleiches verkündete Kerstin Wolf für die Kita in Bende lin. Ihre Kapazität steige auf mindestens 75 Plätze. Das 1984 übernommene Gebäude müsse zum Teil grundlegend saniert werden, unter anderem erhalten einige Räume einen neuen Fußboden. Den Scheck nahm Bürgermeisterin Anja Kramer entgegen. Es handelt sich um einen sehr hohen Fördersatz, die Gemeinde müsse nur etwa 23 000 Euro beisteuern. Sie sei optimistisch, dass auch in den kommenden Jahren beide Einrichtungen stark nachgefragt seien.

Das Geld stammt aus dem Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung", mit dem Bund und Länder den Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder bis drei Jahre fördern. Martina Münch sehe darin einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

In den Gesprächen mit dem Landkreis ging es unter anderem auch um die Lehrerausstattung an Prignitzer Schulen. In den vergangenen Monaten hatte es an diversen Schulen teils erhebliche Schwierigkeiten gegeben. Für das kommende Schuljahr hatten Münch und Karl-Heinz Kowalzik, Leiter des Staatlichen Schulamtes Perleberg, gute Nachrichten zu verkünden.

Das Schulamt beabsichtige noch zum nächsten Schuljahr ab dem 1. August im Landkreis Prignitz eine Versetzung aus einem anderen Bundesland aufzunehmen und zwei Lehrkräfte in den Landkreis umzusetzen, sagte Karl-Heinz Kowalzik. Außerdem werden fünf Lehrer unbefristet weiter beschäftigt und weitere fünf mit unbefristeten Verträgen und Verbeamtungszusagen neu eingestellt.

Damit seien die Schulen in der Prignitz personell gut ausgestattet, so Kowalzik. Frei werdende Stellen durch den Übergang in Ruhestand könnten wieder besetzt werden. Dank der Neueinstellungen steige auch das Durchschnittsalter nicht weiter an, betonte Martina Münch.

Schwierig werde es immer dann, wenn während eines Schuljahres Lehrer langfristig erkranken. "Kurzfristige Einstellungen sind nicht möglich", sagte Kowalzik. So kurzfristig stünden einfach keine Lehrer zur Verfügung. Das sei auch der Grund gewesen für personelle Probleme in den vergangenen Monaten an Prignitzer Schulen.

Ministerin Münch betonte, dass Brandenburg vor allem durch die Verbeamtung junge Lehrer anziehe. Das Perleberger Schulamt kümmere sich insbesondere um Nachwuchs aus der Region. Befristete Verträge würde es nicht geben, sondern nur mit einem Anschlussvertrag, um die jungen Kollegen an die Region zu binden, erklärte der Schulamtsleiter.

Martina Münch hatte gestern unter anderem auch die Oberschule in Wittenberge besucht. Sie sprach von einer "Musterschule" und lobte insbesondere die frühe Berufsorientierung und die gute Atmosphäre. Unterrichtsausfall komme so gut wie nicht vor. "Es ist eine Schule, wie sie sein soll", sagte Münch.

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