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Karstädt : Ausgerissenes Pferd wird von Güterzug erfasst: tot

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Behinderungen auf der Bahnstrecke Wittenberge – Schwerin

svz.de von
erstellt am 22.Mai.2015 | 15:29 Uhr

Zu einem schwierigen  Einsatz mussten Freitag am frühen Mittag Kameraden der Karstädter Feuerwehr ausrücken. Auf den Schienen der Bahnstrecke Richtung  Schwerin oberhalb von Karstädt lag ein totes Pferd. „Das Gelände ist unwegsam. Wir kamen mit Technik nicht an die Unglücksstelle, die wir erst nach rund 400 Meter Fußweg erreichten“, sagt Einsatzleiter Norman Mundt. Sechs Kameraden gelang es, da die Technik nicht an den Einsatzort kommen konnte,  mit viel Kraft und unter Einsatz von Seilen, das Pferd von den Gleisen zu ziehen.

 Bei dem Tier handelte es sich um einen Schimmel und damit mutmaßlich um jenes Pferd, das  am Vormittag beim Reitturnier in Blüthen ausgerissen war. Das erklärte auf „Prignitzer“-Nachfrage Toralf Reinhardt, Pressesprecher der Polizeidirektion  Nord. Die Initialen am Sattel des toten Pferdes würden auf die Identität bzw. auf die des Eigentümers schließen lassen, sagt Reinhardt.

Nach Recherchen des „Prignitzers“ hatten sich am frühen Vormittag in Blüthen  zwei Pferde selbstständig gemacht. Wie Augenzeugen erzählten, konnte eines der Tiere   auf einem Gehöft in der Nähe des Dorfes wieder eingefangen werden, „während das andere Tier schnurstracks weiter Richtung  Dallmin und Postlin lief. Versuche, den Schimmel zu finden und einzufangen misslangen trotz der Bemühungen des mittlerweile verständigten Revierpolizisten und sowie der Eigentümer.

Über den Revierpolizisten ging eine Verkehrswarnmeldung für die nahe Landesstraße ’raus, so der Pressesprecher, denn das Pferd stellte auch für den Straßenverkehr ein Risiko dar. Gegen 11.28 Uhr erreicht die Bundespolizei dann die traurige Mitteilung, dass oberhalb von Karstädt ein Pferd vom Güterzug erfasst wurde.

Menschen kamen bei dem tragischen Vorfall nicht zu Schaden. Aber die Bahnstrecke musste für knapp zwei Stunden eingleisig gesperrt werden. Elf Züge, darunter der ICE Berlin – Hamburg und auch der Regionalexpress Cottbus – Wismar kamen verspätet ans Ziel.

 

 

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