Ausgaben für Wärme gehen nach unten

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Putlitz setzt auf "grüne" Wärme: Hier soll eine weitere Biogasanlage gebaut werden.Archiv

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27. März 2013, 10:15 Uhr

Putlitz | Die Gänsestadt wird immer grüner - zumindest was die Energieproduktion in Putlitz betrifft. Die KTG Agrar AG plant die Erweiterung des Standortes an der Karstädter Chaussee. Hier wird bereits eine Biogasanlage betrieben. Auf dem Gelände soll nun eine zweite Anlage gebaut werden. Um diese zu errichten, muss zunächst ein Bebauungsplan für den Bereich erstellt werden. Diesen werde die KTG Agrar AG entwickeln lassen und auch finanzieren und ihn dann den Abgeordneten vorlegen - in der Hoffnung, dass diese dem Vorhaben zustimmen können.

Hintergrund ist der weitere Ausbau des Fernwärmenetzes in Putlitz. So sollen in diesem Jahr der Birkenweg und das Burghofer Feld mit einer Fernwärmetrasse versehen werden. Außerdem plane man zwei weitere Blockheizkraftwerke (BHKW) in Putlitz. Eines soll an der Zeppelinscheune errichtet werden. Damit könnten die Franz-Plura Straße, die Parchimer Straße, die Grundschule und auch das Autohaus mit Fernwärme versorgt werden. Außerdem erzeugen die Blockheizkraftwerke (BHKW), der ins öffentliche Netz eingespeist werde. Ein weiteres BHKW soll hinter den Scheunen errichtet werden, so Roman Motzko von der KTG Agrar AG. Von hier aus sollen die Jahnstraße, das Burghofer Feld und weitere 30 Hausanschlüsse mit Fernwärme versorgt werden. Um diese zusätzliche Leistung erbringen zu können, müsse man eine weitere Biogasanlage errichten, so Motzko.Die Gesamtleistung in der Karstädter Chaussee soll sich dann auf 1,6 MW erhöhen. Das vorgesehene Gebiet umfasse etwa 30 000 Quadratmeter.

Bereits zu Beginn der Sitzung der Stadtverordneten informierte Kämmerer Hergen Reker die Abgeordneten über die Entwicklung des Energieverbrauches in der Kommune und die Kostenentwicklung nach dem Anschluss an das Fernwärmenetz. So brachte die Fernwärmeversorgung der Amtsverwaltung eine Einsparung von 1700 Euro innerhalb eines Jahres. In den kommunalen Wohnblöcken haben die Mieter jeweils etwa 300 Euro pro Jahr weniger an Heizkosten bezahlen müssen.

Vor diesem Hintergrund stehe man einem weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes als Abwärmenutzung der Biogasanlagen positiv gegenüber, so Reker.

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