Bafög : Ausbildung am Existenzminimum

Vanessa Puhle kann nicht verstehen, warum künftige Fachkräfte wie sie nicht unterstützt werden. Trotz allem will sie ihre Ausbildung durchziehen.
Vanessa Puhle kann nicht verstehen, warum künftige Fachkräfte wie sie nicht unterstützt werden. Trotz allem will sie ihre Ausbildung durchziehen.

Vanessa Puhle lässt sich zur Fachkraft ausbilden und erhält vom Staat keine finanzielle Unterstützung. Vielen ihrer Mitschüler geht es ähnlich.

svz.de von
19. Dezember 2013, 22:00 Uhr

Fassungslos starrt Vanessa Puhle auf das Schreiben in ihren Händen. Es ist ein Bescheid von der BAföG-Stelle des Landkreises Prignitz – ein so genannter Nullbescheid. Vanessa Puhle erhält keine finanzielle Unterstützung für ihre Ausbildung, heißt es darin. Weil sie eine rein schulische Ausbildung macht, sprich kein Gehalt bekommt, steht die 23-Jährige nun ohne jegliches Einkommen da und ist gezwungen, wieder zu ihren Eltern nach Premslin zu ziehen. Vom Kindergeld, das ihr noch zusteht, muss sie ihre monatlichen Fahrtkosten nach Schwerin bezahlen.

„Das ist einfach ungerecht“, sagt Vanessa Puhle wütend. „Da wird sich über den Fachkräftemangel beklagt, aber wenn man sich als junger Mensch zur Fachkraft ausbilden lassen will, werden einem nur Steine in den Weg gelegt.“

Die Premslinerin hat sich an den „Prignitzer“ gewandt, denn sie möchte darauf aufmerksam machen, dass viele junge Leute am Existenzminimum leben müssen, obwohl sie eine Ausbildung machen. „Ich bin da kein Einzelfall“, sagt sie. „Vielen Mitschülern an meiner Schule geht es ähnlich. Sie bekommen aus den unterschiedlichsten Gründen kein BAföG. Manche mussten deswegen schon die Ausbildung abbrechen.“

Die ganze Geschichte am Freitag in der Printausgabe oder im epaper.

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