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Der Prignitzer

22. September 2017 | 02:43 Uhr

Windräder in Blüthen : Ausbau der Windparks

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Investoren informierten Blüthener Bürger über den Stand der laufenden B-Plan-Verfahren

von
erstellt am 13.Jul.2017 | 12:00 Uhr

In der Gemarkung Blüthen sollen auf zwei Arealen Windräder gebaut werden. Die Bebauungspläne liegen im Entwurf vor. Über den Stand in beiden Verfahren informierten die Investoren den Ortsbeirat und interessierte Bürger.

Zum einen geht es um das B-Planverfahren „Windpark Nr. 3 – Blüthen-Klockow“. Hier plant die Windplan Pirow GmbH & Co. KG sieben neue Anlagen mit einer Gesamthöhe von 206,5 Metern. Das Besondere: Die Anlagen sollen außerhalb des Windeignungsgebietes gebaut werden, das der Regionalplan von 2003 ausgewiesen hatte. Bekanntlich hatte die Gemeinde erfolgreich gegen den Regionalplan geklagt, so dass sie sich nicht daran halten muss. „Uns leuchtet nicht ein, dass dort keine Anlagen gebaut werden dürfen. Davor stehen welche und dahinter ist Wald“, so Projektleiterin Sandra Knaak. Der B-Plan-Entwurf steht – die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange ist abgeschlossen. Eine Überarbeitung des Entwurfs wird heute den Gemeindevertretern zur Beschlussfassung vorgelegt. Dann könnte die normale Beteiligung auch der Öffentlichkeit erfolgen. Während der Auslegungsphase kann jeder seine Stellungnahme dazu abgeben. Sandra Knaak hofft darauf, dass diese Beteiligung im August über die Bühne gehen kann.

Noch nicht ganz soweit ist das B-Planverfahren „Windpark Nr. 2 – Blüthen II – Repowering“. In dem Windeignungsgebiet will Engie Deutschland zwölf kleinere Anlagen zurückbauen und bis zu acht größere errichten. Das Vorhaben befindet sich im Vorentwurf, ohne die genauen Standorte der künftigen Anlagen. „Wir haben die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange durchgeführt. Die meisten Hinweise haben wir zur Bauphase erhalten“, erklärte Projektentwickler Adam Janik. Dazu gehörte zum Beispiel, dass der öffentliche Personennahverkehr nicht beeinträchtigt werden darf. Der Naturschutz sei aber immer das Wesentliche, wie zum Beispiel das Umsiedeln von Zauneidechsen. Es gebe noch offene Fragen bei der Verkehrsanbindung. Die Zuwegung könne der Investor erst festlegen, wenn die genauen Standorte der Anlagen feststehen. In der zweiten Augusthälfte sollen die Blüthener nochmals zu einer Informationsveranstaltung geladen werden, um weitere Details zu erfahren.

Parallel dazu blicken die Investoren zur Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel. Sie hat einen neuen Regionalplan „Freiraum und Windenergie“ erstellt, der 2. Entwurf liegt noch bis zum 31. Juli aus. Anschließend werden auch hier die Stellungnahmen ausgewertet. Wie lange sich dieses Verfahren hinzieht, vermag keiner festzulegen. Bis zum Inkrafttreten des neuen Regionalplans gelten seine Ziele formal als „in Aufstellung befindlich“ und entfalten nur eine eingeschränkte Bindungswirkung.

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