Wittenberge : Aus für New Yorker: Sie wollen die Schließung verhindern

Thomas Schneider (2. v. r.) und weitere Mitglieder vom Wittenberger Interessenring sowie Vertreter der Stadt wollen mit Unterschriften ein Zeichen für den Erhalt des New Yorker setzen.
Thomas Schneider (2. v. r.) und weitere Mitglieder vom Wittenberger Interessenring sowie Vertreter der Stadt wollen mit Unterschriften ein Zeichen für den Erhalt des New Yorker setzen.

WIR und Stadt starten Unterschriftenaktion für den Erhalt der Filiale

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31. Januar 2018, 20:30 Uhr

New Yorker wird seine Filiale in der Bahnstraße von Wittenberge schließen. Der Konzern orientiere sich neu, heißt es in der Begründung. Vergleichbare Filialen in vergleichbaren Städten schließen ebenfalls. Die Chance, die Entscheidung eines weltweit agierenden Konzerns zu beeinflussen, ist nicht groß. Das wissen der Wittenberger Interessenring (WIR) und Bürgermeister Oliver Hermann. Und doch wollen sie es versuchen, wollen zumindest ein Zeichen setzen. „Wir sammeln Unterschriften für den Erhalt des Ladens“, sagt Thomas Schneider, der Vorsitzende vom WIR. Die Listen liegen sowohl im New Yorker als auch in anderen Geschäften der Innenstadt aus. „Die Resonanz ist groß“, so Birgit Runge vom WIR-Vorstand. Selbst Ältere, die nicht zu den klassischen Kunden von New Yorker zählen, würden unterschreiben.

„Es ist ein symbolisches Zeichen, dass wir in der Stadt zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen“, meint Schneider. Die Schließung bedeute einen Verlust für die Innenstadt, komme zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da es ja auch positive Nachrichten wie die Neueröffnung eines Ladens gebe. Noch schlechter wäre es, wenn als Folge der Schließung andere Händler in Schwierigkeiten kommen sollten. „Selbst wer nur für seine Kinder zum New Yorker geht, schaut vielleicht in andere Geschäfte hinein oder trinkt eine Tasse Kaffee“, meint Schneider.

„Soweit wir wissen, liegt die Schließung nicht am Umsatz“, bestätigt Gabriele Hahn vom Gewerbeamt. Das Geschäft ziehe auch viele auswertige Kunden an. Gegenüber der Stadt habe das Unternehmen die zu kleine Verkaufsfläche als einen Grund benannt. „Wir könnten sofort größere Flächen anbieten, könnten bei der Suche und möglichen Verhandlungen unterstützen. Das hat der Bürgermeister klar signalisiert“, sagt Gabriele Hahn. Doch die Frage sei, ob die Hauptfiliale von New Yorker das überhaupt wolle. Deshalb bleibe es bei der Aktion mit den Unterschriften. Die Blätter liegen aus und sollen an das Unternehmen geschickt werde.

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