Praktikum in Rühstädt : Aus dem Hörsaal in die Elbtalaue

Silvia Ahlemann (v.l.), Leon Yessad, Oliver Krause, Paul Kempe und Mathias Paulokat am Haltepunkt Natur bei den Hinzdorfer Kopfweiden.
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Silvia Ahlemann (v.l.), Leon Yessad, Oliver Krause, Paul Kempe und Mathias Paulokat am Haltepunkt Natur bei den Hinzdorfer Kopfweiden.

Leon Yessad übernimmt mit dem Commerzbank-Umweltpraktikum den Staffelstab von Paul Kempe

svz.de von
06. August 2016, 10:00 Uhr

Viel Arbeit wartet an den 23 Natur-Haltepunkten im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe- Brandenburg auf Leon Yessad. Der Geografie-Student aus Mainz tritt über das Commerzbank-Umweltpraktikum die Nachfolge von Paul Kempe an, der die vergangenen drei Monate in Rühstädt und entlang der Elbe für sein Praktikum unterwegs war.

Sportlich ging es gleich los für Leon. „Ich bin am vergangenen Wochenende angekommen und wurde direkt in das Fußballturnier beim Storchenfest involviert und bin für das Team vom Besucherzentrum angetreten. Wir sind nicht Letzter geworden“, erzählt der gebürtige Bremer schmunzelnd. Als er im vergangenen Jahr davon hörte, dass die Commerzbank bezahlte Praktika vergibt, dachte er: „Das ist eine tolle Sache. Ich wollte gerne in ein Reservat und da ich selber aus dem Norden komme, mag ich das Flachland und Deiche gerne“, sagt er und fügt an, dass es heutzutage schwer sein kann, für Praktikumsleistungen auch eine finanzielle Wertschätzung zu erfahren.

Silvia Ahlemann und Mathias Paulokat von der Commerzbank kamen zur offiziellen Übergabe des obligatorischen Praktikantenrucksacks, der streng genommen eine Umhängetasche ist, auf den Elbdeich nach Hinzdorf und informierten sich über die anstehenden Projekte. Kartographierungen stehen bei Leon auf dem Plan. Das kann er, als angehender Geograf, natürlich, aber das Einpflegen von vielen Standortdaten sei sehr zeitaufwendig, bemerkt Paul Kempe zu den künftigen Aufgaben. Zudem werde der Tourismus in der Elbtalaue immer internationaler, so Oliver Krause von der Reservatsverwaltung in Rühstädt. Ausschilderungen müssen her, mit denen auch englischsprachige Besucher schneller den Weg durch das ausgetüftelte System von Naturhaltepunkten und z.B. der fahrradtouristischen Knotenpunkt-Wegweisung finden – idealerweise irgendwann gebündelt auf einer Seite im Internet. Das wird Teil von Leons Arbeit bis Ende Oktober sein. Er wird die Daten für eine Publikation entsprechend aufbereiten.

Mathias Paulokat bemerkt zu den schon seit Jahren gut laufenden Umweltpraktika des Geldinstituts: „Wir freuen uns über jeden weiteren Praktikanten, der an den längerfristigen Aufgaben mitwirkt. Es kamen schon einige von sehr weit her, aber es dürfen sich in der nächsten Runde natürlich gerne auch junge Leute aus der Region bewerben.“

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