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Stadtumbau Perleberg : Aufwertung für Perleberg-Ost

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt bringt Fortschreibung der Planung für den Stadtumbau auf den Weg. Fördermittel sollen auch ab 2018 genutzt werden

svz.de von
erstellt am 09.Nov.2017 | 05:00 Uhr

„Mit der neuen Förderperiode des Landes für den Stadtumbau wollen wir den Stadtteil Perleberg-Ost mehr in den Fokus rücken“, so Bauamtsleiter Hagen Boddin im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Verkehr. Daher sind die Stadt Perleberg mit der BIG Städtebau und der Gruppe Planwerk jetzt dabei, die kommunale Planung für den Stadtumbau fortzuschreiben und anzupassen, um auch in den nächsten zehn Jahren Fördermittel zu erhalten. „Bei einer aktuellen Analyse haben sich in Ost Bedarfe und Defizite ergeben“, so der Bauamtsleiter.

Jens Trommeshauser von der BIG Städtebau weist ebenfalls auf die neue Situation hin. „Bisher gingen wir hier von einem verstärkten Rückbau aus. Doch die Situation ist inzwischen eine andere, auf die wir mit der neuen Planung reagieren.“ Perleberg-Ost wird demnach jetzt als Wohngebiet im Wandel betrachtet. Schwerpunkte sind dabei die Verbesserung der Infrastruktur, die Gestaltung des öffentlichen Raumes bis zur „Qualifizierung des Wohnungsbestandes“, informiert Siegfried Reibetanz von der Gruppe Planwerk.

„Es gilt auf den demografischen Wechsel zu reagieren“, ergänzt seine Kollegin Annette Hartfiel. Altersgerechte Wohnungen im Bestand und durch Neubau sollen geschaffen werden. Das Wohnumfeld ist barrierefrei zu gestalten und Stellplätze für Gehhilfen müssen geschaffen werden. Um den Stadtteil für die Zukunft fitzumachen, gelte es auch die vorhandenen Einrichtungen, wie Kita, Schule, Sporthalle, Schwimmbad und Sportplatz anzufassen und neu zu gestalten, Wegenetze und die Verknüpfung mit der Innenstadt sind zu berücksichtigen. Die Ausschussmitglieder begrüßen die geplante Umgestaltung im Stadtteil Ost. Jan Domres unterstützt die neue Planung für den Stadtumbau: „Es ist wichtig, dort zu gestalten, wo die Menschen leben. Mit diesen Maßnahmen realisieren wir auch Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung, die Anforderungen an den sozialen Wohnungsbau stellten.“

Bereits im kommenden Monat müssen die Planungsunterlagen beim Land eingegangen sein, um sich für die neue Förderperiode zu bewerben. Diese geht dann von 2018 bis 2028. In den kommenden Tagen wird es nun noch einmal Gespräche zwischen Stadtverwaltung, BIG Städtebau und der Gruppe Planwerk geben. Danach erhält die Planung ihren Feinschliff und geht dann nach Potsdam. In der aktuellen Förderperiode hat Perleberg 3,7 Millionen Euro erhalten und 1,22 Millionen Euro Eigenmittel aufgebracht. Für die Altbauaktivierung gab es 3,2 Millionen Euro, die nicht durch Eigenmittel cofinanziert werden mussten.

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