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Der Prignitzer

22. September 2017 | 08:21 Uhr

Aufruf zum Arbeitseinsatz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Am Sonnabend soll der Rundweg um den Lenzener See begradigt und freigeschnitten werden

von
erstellt am 08.Feb.2017 | 09:40 Uhr

Es gibt einen neuen, ernsthaften Versuch, den Rundweg um den Rudower See in Lenzen begehbar zu machen. Am kommenden Sonnabend soll es einen groß angelegten Arbeitseinsatz geben. Dazu ruft die Arbeitsgruppe (AG) „Rettet den Rudower See“ auf.

Sie hatte sich im vergangenen Jahr gegründet. Auslöser war ein massenhaftes Fischsterben und ein bis in den Herbst anhaltendes Badeverbot. Die desolate Wasserqualität des Sees hat vielen Lenzenern die Augen geöffnet und ihnen gezeigt, wie ernst es um den größten See der Prignitz bestellt ist.

Die AG möchte gegen die ihrer Meinung nach unzumutbaren Gegebenheiten vorgehen und Behörden sowie Verbände für ihre Anliegen sensibilisieren. Ziel der engagierten Bürger ist es, die Badequalität im See durch geeignete Sanierungsmaßnahmen dauerhaft zu erhalten.

„Viele Leute sind bereit, sich an Aktivitäten am See und in dessen Umfeld aktiv zu beteiligen“, weiß Ralf Behrens, Sprecher der Arbeitsgruppe. Zum Umfeld gehört auch der um den See führende Naturwanderweg. Hier sind – obwohl sich der Kreisanglerverband Perleberg (KAV) sowie die Lenzener Ortsgruppe in den vergangenen Jahren bei dessen Erhaltung stark engagierten - einige Abschnitte verwildert und zum Teil unpassierbar.
Um den Seerundweg für die Naturliebhaber wieder attraktiver zu gestalten, hat die Arbeitsgruppe alle dem See nahe stehenden Vereine und Privatpersonen zu einem gemeinsamen Arbeitseinsatz aufgerufen.
Der soll am kommenden Samstag stattfinden. Daran wird sich auch der Kreisanglerverband mit seinen 32 Ortsvereinen beteiligen und für alle Helfer des Einsatzes ein kostenloses Mittagessen bereitstellen. Treffpunkt ist an der Badeanstalt um 8.30 Uhr. Von hier aus wird der Einsatz gestartet, der Rundweg geglättet, begradigt, freigeschnitten und damit wieder begehbar gemacht.

„Die Genehmigungen der Naturschutzbehörden sind eingeholt“, versichert Behrens. Lenzens Bürgermeister Christian Steinkopf will selbst einen Bagger zur Verfügung stellen und der Stadtbetrieb bei Bedarf weitere Technik, versichert Steinkopf. Harken, Laubbesen, Astscheren, Säge, Axt, Spaten und Schaufel sollten von allen Teilnehmern selbst mitgebracht werden.
Der Anfang der Wegsanierung ist bereits gemacht. So hatten einige Fußballer der Lenzener Altherrenmannschaft sowie Mitglieder des Kanuvereins bereits Anfang Januar einen ersten Einsatz an der Nordseite. Sie befreiten dieses Teilstück von Gestrüpp und errichteten zwei Rastplätze mit Bänken und Tischen. Diese Arbeiten sollen am Samstag ebenfalls fortgesetzt werden.

 

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