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Nachwirkungen Xavier : Aufräumen nach Xavier dauert an

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadtbetriebshof: Wir haben noch Monate zu tun

von
erstellt am 14.Nov.2017 | 08:00 Uhr

Nur etwa eine Stunde hat Sturm Xavier über Wittenberge getobt. Die von ihm angerichteten Schäden sind so verheerend, „dass wir noch viele Monate damit beschäftigt sein werden“, sagt Betriebshofleiter Andreas Grieswald. Auch wenn der Friedhof bis auf einen kleinen Bereich mittlerweile wieder betreten werden darf und der Clara-Zetkin-Park auch wieder freigegeben werden konnte, wird es noch lange dauern, bis alle Sperrungen aufgehoben werden können. Und sehr lange bleiben werden die Wunden im Baumbestand der Stadt, die der Sturm riss.

Jetzt über Neupflanzungen nachzudenken, sei zu früh, erst komme die Schadensbeseitigung, sagte Betriebsleiter Andreas Grieswald, auf eine Nachfrage im Werkausschuss für den Betriebshof, der sich in einer Sondersitzung mit den Sturmfolgen befasste.

Grieswald machte eine Zwischenbilanz auf. Danach sind auf dem Friedhof 74 Bäume verloren gegangen, darunter allein 42 Douglasien. 23 Bäume hat der Sturm im Clara-Zetkin-Park umgerissen, elf mussten wegen Wurzelabrissen und gefährdeter Standsicherheit dort gefällt werden.

Auf bzw. am Kita-Gelände in der Sandfurttrift hat der Xavier ebenfalls reiche Ernte gehalten. Zwölf Bäume mussten von dem schwer zugänglichen Areal geräumt werden.

Die Schadensbilanz für den Stadtpark ist noch sehr wage. Der Grund: „Wir konnten noch nicht ins Innere vordringen“, sagt Grieswald. Allein in den Randbereichen sind 50 Bäume gefallen. Wann die Sperrung für diese Anlagen aufgehoben werden kann, ist noch offen. Grieswald rechnet damit, dass es erst im nächsten Jahr sein wird. Und das trotz des enormen Einsatzes aller Kollegen. „Täglich sind mindestens sieben Mitarbeiter beim Beräumen eingesetzt, und das ist Schwerstarbeit.“ Bis zum Ende der vergangenen Woche standen dafür 1400 Arbeitsstunden zu Buche. Stunden, in denen der Betriebshof keine anderen Aufträge erledigen und sein Geld verdienen könne, so Grieswald im Werkausschuss. Auf die Nachfrage zum Verwerten, sprich zum Verkauf des Holzes, musste Grieswald sagen: „Die Verwertung von Bruchholz ist sehr schwierig.“

Zusätzlich zu den eigenen Ressourcen hat der Betriebshof drei Fremdfirmen gebunden, darunter ein Unternehmen, das die Baumstümpfe im Clara-Zetkin-Park beseitigte.

Die Baumstümpfe bzw. die Löcher, die die umstürzenden Bäume hinterließen, sind auch das Problem in der Wahrenberger Chaussee. Bevor die teils mehr als einen Meter tiefen Gruben nicht sicher verfüllt sind, darf die Straße nicht benutzt werden, zu gefährlich bei Gegenverkehr.

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