zur Navigation springen
Der Prignitzer

19. Oktober 2017 | 07:43 Uhr

Aufnahmestopp für die Jugendwehr

vom

svz.de von
erstellt am 19.Dez.2012 | 05:27 Uhr

Perleberg | "Ja es stimmt, wir haben Aufnahmestopp für die Jugendwehr und die Warteliste wird immer länger", gesteht Maik Müller und das nicht ohne gewissen Stolz. Seit dem 1. Juli ist er Jugendwart und Patrick Kludas (30) sein Stellvertreter. Ihnen zur Seite noch Ausbilder, "doch mit 34 Kindern und Jugendlichen sind wir jetzt an unsere Grenzen gekommen. Mehr geht nicht, denn schließlich soll der Nachwuchs auch etwas lernen", so der 24-Jährige. Insofern schaue man auf die benachbarten Ortsteile. Vielleicht entsteht da demnächst die eine oder andere Jugendwehr wieder. "Wenn wir helfen können - wir sind dabei."

Für die Perleberger Jugendwehr geht ein recht erfolgreiches Jahr zu Ende: Aus 16 Mitglieder sind 34 geworden und Dank Sponsoren und vor allem auch der Stadt sind diese jetzt komplett mit der Standardausrüstung ausgestattet. Dafür sorgte auch der Rauschebart. Denn der bescherte neben Süßes, spendiert vom Familia-Markt, zehn Helme, gesponsert von der Firma Pey GmbH, auch neue Jacken, Hosen und Handschuhe. Für Letzteres zeichnet die Stadt auf der Rechnung gegen. "Im Zuge der Ersatzbeschaffung haben nun alle Mitglieder der Jugendwehr entsprechender Einsatzkleidung", so ihr Jugendwart. Halt, die Stiefel fehlen noch. Die spendiert die Sparkasse Prignitz. Zur Weihnachtsfeier war schon mal große Stiefelanprobe, um dann die entsprechenden Größen bestellen zu können. Die einen probierten Stiefel und die anderen in der Zwischenzeit den Plätzchenteig. Denn auf der Weihnachtsfeier wurde zugleich auch gebacken. Langeweile - ein Fremdwort, bei den Perlebergern hat jeder seine Aufgaben.

Zur vollen Glückseligkeit fehlen dann nur noch der Zweidornschnallengürtel sowie einheitliche T-Shirts bzw. Pullover, denn auch äußerlich wolle man die Kreisstadt repräsentieren und das künftig mehr denn je. Ein erstes Achtungszeichen setzten die Perleberger Nachwuchsblauröcke bereits und das im niedersächsischen Schöningen. Hier nahmen sie an einem Orientierungsmarsch teil und belegten von 19 Mannschaften den ersten Platz. Im nächsten Jahr werden sie nun die Schöninger zu sich einladen, "denn wir wollen die Freundschaft, die durch einen traurigen Anlass geboren wurde, vertiefen. Ein Kamerad aus Schöningen war eine gewisse Zeit bei uns in der Wehr. Dann ging er in seine Heimatstadt zurück und verunglückte tödlich", berichtet der Perleberger Jugendwart.

Zum gemeinsamen Stadtausscheid der Jugendwehren aus Perleberg und Wittenberge werden die Schöninger eingeladen und auch Prignitzer Jugendwehren. "Zehn bis elf werden zu uns kommen und wir wollen natürlich gute Gastgeber sein, wie auch ein gewichtiges Wort mitreden, wenn es um die Platzierung geht." Entsprechend werde auch trainiert. Von der Erwachsenenwehr gab es zur Weihnachtsfeier dafür eine Tragkraftspritzen attrappe. "Sie hat weder Motor noch Tank, ist daher viel leichter als das Original und eignet sich hervorragend für den Nachwuchs, um zu üben."

Neben dem Stadtausscheid der Jugendwehren am 4. Mai wollen die Perleberger Nachwuchsblauröcke die Jugendflamme ablegen, und auch für die Leistungsspange, die höchste Auszeichnung in der Jugendwehr, werde trainiert. "Zehn Jugendliche habe ich angemeldet", fügt Maik Müller an. Zudem wollen die jungen Blauröcke in spe auch publikumswirksam auf sich aufmerksam machen. Wie? Das können Kunden des Famila-Marktes am 28. und 29. Dezember live erleben.

2013 soll dann auch die Spritzwand zum Einsatz kommen und das in Schulen, Kitas oder wo immer man Feuerwehr in Aktion erleben will. Gespritzt wird da nicht mehr auf Dosen, sondern auf eine brennende Hausattrappe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen