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Der Prignitzer

25. November 2017 | 05:12 Uhr

Aufnahme vorm Fest

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Landkreis nutzt für Flüchtlinge kommunale Wohnungen in Retzin und Rohlsdorf

svz.de von
erstellt am 09.Dez.2015 | 00:36 Uhr

Noch vor Weihnachten werden die ersten Kriegsflüchtlinge bzw. Asylbewerber Wohnungen in Retzin und Rohlsdorf beziehen. Darüber wurde auf einer Einwohnerversammlung am Montagabend in Retzin informiert. Zwölf Personen werden im Retziner Neubaublock untergebracht, elf im Gebäude der alten Molkerei in Rohlsdorf. In beiden Fällen handelt es sich um kommunalen Wohnraum der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz). Die setzt mit diesem Angebot an den Landkreis ihr Vorhaben fort, bei der Verteilung von Wohnraum an Flüchtlinge und Asylbewerber ein ausgewogenes Verhältnis zur Einwohnerzahl in den betroffenen Dörfern zu wahren. Weitere Wohnungen für Asylbewerber werden beispielsweise in Lindenberg vorgehalten, wie Bürgermeister Thomas Brandt im Retziner Dorfgemeinschaftshaus betonte.

Die Diskussion, an der auch Vertreter des Landkreises Prignitz sowie die für die Gemeinde zuständige Sozialarbeiterin der Awo – die Awo ist im Auftrag des Landkreises Prignitz für die Betreuung der Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber zuständig – zeigte, dass es zwar einige Bedenken gebe, gerade was das Zusammenleben fremder Kulturen in einem großen Mietshaus anbelangt, dass aber der Wille vieler Retziner, Rohlsdorfer und Bewohner der Nachbardörfer groß ist, die Flüchtlinge gut aufzunehmen und möglichst in das dörfliche Leben zu integrieren. Awo-Sozialarbeiterin Ines Franke beschrieb recht anschaulich, wie das bislang schon in Baek und Groß Langerwisch funktioniere, ohne mögliche Probleme zu unterschlagen. Doch schön sei es, wenn die Neuankömmlinge in das dörfliche Leben einbezogen werden. Beispielsweise in Groß Langerwisch, wo sie zur Halloween-Party eingeladen waren. Dafür revanchieren sich die Flüchtlinge jetzt mit einer Gegeneinladung zu Tee und Glühwein.

Auch der Retziner Ortsbeirat hat eine Zusammenkunft mit den Neubürgern schon geplant, wie Ortsvorsteherin Dorit Petzka erklärte. Und eine Retziner Bürgerin erklärte sofort ihre Bereitschaft, sich ehrenamtlich für die Integration der Neubürger zu engagieren.  

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