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Der Prignitzer

19. November 2017 | 04:23 Uhr

Perleberg : Auf Winterdienst umgerüstet

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadtbetriebshof auf Temperaturwechsel vorbereitet / Vorrat an Streugut für normalen Winter ausgelegt

svz.de von
erstellt am 30.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Auch wenn es derweil etwas kälter geworden ist, Winter ist etwas anderes. „Doch der kommt bestimmt“, ist sich Stadtbetriebshofleiter Reinhard Könning sicher. Wie er letztlich ausfalle, das werde sich zeigen. Laut Voraussagen soll er dem des Vorjahres ähneln, und der war überaus mild. Gerade mal zehn Tonnen Streusand und 95 Tonnen -salz habe man benötigt, insofern ist das Lager des Stadtbetriebshofes noch gut gefüllt. „Wir haben an die 330 Tonnen Streusalz und 200 Tonnen -sand eingelagert, sind also auf einen normalen Winter eingestellt“, so Könning.

Dass der so schnell aber noch nicht kommen müsse, daraus macht der Betriebshofchef kein Hehl. „Wir haben auch so noch allerhand zu tun.“

Vorbereitet sei man aber alle mal. Die Laubentsorgung ist gelaufen, „und das besser, als wir dachten“, so Könning. Denn die Umstellung vorwiegend auf Container stieß anfangs nicht überall auf Gegenliebe. Nicht vor jeder Haustür konnte so ein Container stehen, Anlieger mussten vielfach ein Stück Weg in Kauf nehmen, um das Straßenlaub loszuwerden. Die Sükower halfen sich selbst. Frank Schmidt, der in Sükow einen Hähnchenmastbetrieb hat, stellte Bigbags zur Verfügung und sorgte auch für deren Entleerung. Das anfallende Laub kompostierte er ordnungsgemäß. Später werde es auf dem Acker untergepflügt.

Der Stadtbetriebshofleiter hofft, dass auch andere landwirtschaftliche Betriebe, die über derartige technische Möglichkeiten wie einen Teleskoplader verfügen, vielleicht darüber nachdenken, sich für ihr Dorf, für ihre Gemeinschaft auch in dieser Form zu engagieren.

Von der Laubentsorgung geht es nun geradewegs in den Winterdienst. Die Technik ist entsprechend umgerüstet bzw. so vorbereitet, dass sie schnell dafür einsetzbar ist. Rund 60 Kilometer Straße und 14 Kilometer Gehweg hat der Stadtbetriebshof zu beräumen und abzustumpfen. Vorrang bei den Fahrbahnen haben Durchgangsstraßen sowie die vor Kitas und Schulen. Dann folgen solche mit Gefälle und viel befahrene öffentliche Straßen, erläutert Könning. „Vernachlässigt“, wie es im Amtsdeutsch heißt, werden Straßen auf denen 30 km/h vorgeschrieben sind, sowie verkehrsberuhigte Bereiche. „Hier ist jeder von vornherein angehalten, langsam zu fahren.“

Auf der Homepage der Stadt kann man genau nachlesen, welche Straßen laut Satzung im Winterdienstplan des Stadtbetriebshofes enthalten sind. Alle anderen liegen in der Verantwortung der Anlieger bzw. Grundstücksbesitzer.

Hinsichtlich der Gehwege betreut der Stadtbetriebshof auch 3,2 Kilometer, die der GWG gehören. „Sie ist wie wir eine Tochter der Stadt und nur so ist das auch möglich. Denn für Dritte dürfen wir nicht agieren, so sagt es die Gesetzlichkeit“, erläutert Könning. Im Klartext: Private müssen sich, wenn sie den Winterdienst selbst nicht absichern können, einen Dienstleister nehmen.

 

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