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jubiläum im Fokus : Auf Tuchfühlung mit der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Projekttage in der Schule an der Stepenitz zwischen gelebter Inklusion und Vorfreude auf die Jubiläumsfeierlichkeiten

von
erstellt am 02.Apr.2014 | 22:41 Uhr

Wenn es nach den Mädchen und Jungen der Schule an der Stepenitz geht, könnten die Feierlichkeiten zum 775. Stadtgeburtstag schon kommendes Wochenende starten. Von Montag bis gestern widmeten sich die 81 Schüler an drei Projekttagen speziell diesem Thema mit allen seinen Facetten. Projekttage, so Schulleiterin Monika Wlodarz, seien an sich nichts Ungewöhnliches – dass die ganze Schule von Klassenstufe 2 bis 10, übrigens gemeinsam mit Gästen der Jahrgangsstufe 6 aus der Grundschule Groß Pankow, an ein und derselben Thematik arbeitet, aber schon. Und das mit Begeisterung.

Bei Stadtrallyes gingen die Schüler auf Tuchfühlung mit der Geschichte und Gegenwart Perlebergs. Für viele ein besonderes Erlebnis, denn der Einzugsbereich der Schule reicht bis Lenzen, Groß Warnow und Glöwen. Ein Höhepunkt war, im wahrsten Sinne des Wortes, am Dienstag die Kirchturmbesteigung. Gestern duftete es lecker im Schulgebäude: Es wurde nach mittelalterlichen Rezepturen gekocht. Die meiste Arbeit habe das Schnippeln der frischen Zutaten verursacht, wie Schüler und Pädagogen einräumten. Im Rahmen der Projekttage entstand darüber hinaus ein Modell des Areals rund um die St. Jacobi-Kirche – so, wie dieser alte Teil der Stadt früher einmal ausgesehen haben könnte. Vorbereitet wurde auch der Part der Schule für den Erlebnispunkt, den alle Perleberger Schulen zum Fest am letzten Juniwochenende gemeinsam gestalten. Am Montag und Dienstag wurde dafür ein Riesen-Memoryspiel mit Perleberger Motiven gebastelt. Außerdem wurden Holztafeln für die Herstellung von Stadtwappen vorbereitet. Jeder kann sich mit Hilfe von Schablonen und Farben – und natürlich unter fachkundiger Anleitung von Schülern und Lehrern – am 28. Juni sein eigenes Stadtwappen anfertigen und mit nach Hause nehmen.

Dass die Schule an der Stepenitz tatkräftige Unterstützung von Groß Pankower Grundschülern erhielt, ist eher ein Zufallsprodukt, „und für uns ein Stück gelebte Inklusion“, wie sowohl Monika Wlodarz als auch Doreen Graef, Sonderpädagogin in Groß Pankow, versichern. Kennengelernt hatten sich Pädagogen und Schüler beider Einrichtungen beim Abfallparcours des Landkreises. „Wir verstanden uns auf Anhieb gut“, so Doreen Graef. Ebenso wie mit den Groß Pankowern verbindet die Perleberger Förderschule auch eine lockere Kooperation mit der Rolandschule – jeweils für beide Seiten ein Gewinn, wie Monika Wlodarz verdeutlicht, und stets auch eine gute Gelegenheit, Vorurteile abzubauen.

Um die Besetzung des Erlebnispunktes zum Stadtfest müsse man sich, so Wlodarz, übrigens keine Gedanken machen. „Es haben sich schon Freiwillige gemeldet.“


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