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Wittenberger erfüllt sich einen Traum : Auf Tour mit Udo Lindenberg

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kieran Hilbert aus Wittenberge kennt den Kult-Rocker seit Jahren und ist auf dem neuen Album dabei

von
erstellt am 03.Mai.2016 | 08:00 Uhr

Für Kieran Hilbert ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Der 46-Jährige, der in der Elbestadt wohnt, stand kürzlich mit Rock-Legende Udo Lindenberg auf der Bühne. „Udo hat mich spontan nach Timmendorf zur öffentlichen Generalprobe für seine Tour eingeladen. Und wenn er ruft, schlägt man das nicht aus“, berichtet Hilbert.

Die beiden kennen sich seit Jahren. Hilbert, gebürtiger Hamburger, ging zusammen mit seinem Bruder Ende der 1980er schon einmal auf Tour mit Lindenberg. Der war auf die beiden Jungs aufmerksam geworden, als sie in einem Lokal in Hamburg spielten. Kurz darauf fanden sich die Hilberts im Panikorchester wieder. Heute erinnert sich Hilbert gern an die Zeit zurück, auch wenn es für ihn, der damals kurz vor seinem Schulabschluss stand, nicht immer leicht war.

Nach einiger Zeit merkte Kieran Hilbert, dass das Showgeschäft nicht das war, was er wollte. „Ich war jung und musste zu mir finden.“ Also verließ er 1993 die Band, ging auch für einige Jahre nach Indien, wo er in Kalkutta in einem Sterbehaus arbeitete. Nach gut 25 Jahren flammte der Kontakt zu Udo Lindenberg wieder neu auf. Hilbert nahm mit dem Kult-Rocker einige Lieder für dessen neues Album „Stärker als die Zeit“ auf. Die Einladung zur Generalprobe nach Timmendorf sei nun der Höhepunkt, sagt Hilbert. „Wir haben vor Tausenden Leuten gespielt. Die Energie auf der Bühne war unglaublich. Ich habe gemerkt, dass ich den Geruch von Nebelmaschinen und die Hitze der Bühnenlichter brauche.“

Am 20. Mai startet die „Keine Panik!“-Tour in Gelsenkirchen, sie endet am 28. Juni in Leipzig. Hilbert und seine Gitarre „Grace“ werden dabei sein. Insgesamt sind 300 Leute an der Tournee beteiligt. „Ich möchte der Leitung des Willi-Kupas-Hauses danken, dass ich an der Tour teilnehmen darf. Danach bin ich wieder voll für die Bewohner da“, sagt Hilbert, der „im normalen Leben“ als Altenpfleger arbeitet. Den Spagat zwischen Pflegeheim und großer Bühne erklärt er so: „Das Leben findet an vielen Horizonten statt.“

Auf der Tour trägt Hilbert den Künstlernamen „DiveKiri“. Ein Wortspiel aus dem „Stagedive“, also dem Springen von der Bühne ins Publikum, und seinem Vornamen, Kieran. „Die Vorfreude im Team ist groß. Ich werde jede Show genießen“, sagt Hilbert.

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