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Queen auf der Ölmühle : Auf der Spur des großen Mercurys

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Johnny Zatylny interpretiert den legendären Queen-Sänger und wurde durch einen Zufall als Talent entdeckt

Ein purer Zufall machte aus dem Kanadier Johnny Zatylny den derzeit weltweit bekanntesten Interpreten des legendären Freddie Mercury. Nachdem er 2013 bereits mit seiner Band Merqury auf der Elblandbühne gestanden hatte, trat er jetzt als Solist auf. Der „Prignitzer“ Redakteur Hanno Taufenbach traf ihn nach dem ersten Galaabend.

Good Morning Johnny. Hast du gut geschlafen?

Johnny Zatylny: Ja, ich war sogar schon sieben Kilometer joggen an der Elbe. Gestern früh übrigens auch.

Ich hätte eher vermutet, dass jemand wie du Langschläfer ist.

Nein, ich laufe gern, das ist Energie für meinen Körper und der ist mein Instrument, also muss ich ihn trainieren.

Mit deinen eigenen Queen-Produktionen gibst du meist nur ein Konzert und ziehst weiter. Hier in Wittenberge sind es zwei Abende. Wie gefällt dir das?

Das ist großartig wie überhaupt die ganze Show. Eine so große Produktion mit so unterschiedlichen Künstlern und dann noch als Fernsehaufzeichnung ist etwas Besonderes. Gerade zu Beginn hatte ich gestern ein wenig Lampenfieber.

Was war für dich der Höhepunkt des Konzerts?

Das „Barcelona“-Duett mit Mirjam Miesterfeld. Danach konnte ich mich entspannen.

Was denkst du über Mirjam?

Wow! Sie ist wirklich großartig und steckt voller Energie. Mirjam ist sehr exakt. Sie hat mir Korrekturen vorgeschlagen, damit wir noch näher am Original sind und nach der Probe habe ich mich für ihre Variante entschieden. Sie hatte einfach Recht.

Wann hast du das erste Mal Queen und Mercury gehört?

Ich war 15 Jahre alt und hörte auf einer Platte „Bohemian Rhapsody“. Ich fragte mich, was ist das? Rock oder Klassik? Ein Freund sagte mir, das sei Queen.

Wann hast du erste Lieder von Queen gesungen?

Zwei Jahre später hatte ich meine erste eigene Band gegründet und die Jungs meinten, dass ich Freddies Stimme hätte und wir nahmen „We will rock you“ in unser Programm auf.

Von dort bis zu deiner eigenen Tribute Band war es ein langer Weg. Eigentlich hast du doch in einer Bank gearbeitet.

Das stimmt, aber eigentlich war das mein Zweitjob, der morgens um 8.15 Uhr begann. Mein Herz gehörte der Musik und als sich die Band nach 20 Jahren auflöste, ging ich nach Los Angeles.

Warum das?

Eine Freundin hatte mir von einer Musikshow erzählt, die mir gefallen könnte. Das tat sie auch, aber von der Gage konnte ich nicht leben. Deshalb nahm ich an einem Casting teil und dann half mir der Zufall.

Wie das?

Mit meinem ersten Titel überzeugte ich die Jury nicht ein bisschen. Ob ich einen anderen Song singen könne. In letzter Sekunde fiel mir Queen ein und ich sang „Mama“. Drei Wochen später stand ich in einer NBC-Fernsehshow, die zur besten Sendezeit landesweit ausgestrahlt wurde. Das war mein Durchbruch.

Wie hast du dich mit deiner eigenen Band Merqury auf den ersten Auftritt vorbereitet?

Das ist jetzt 15 Jahre her. Ein ganz enger Freund von Freddie half uns vor dem Start, arbeitete ganz viel mit uns und vor allem mit mir. Das war ein Gefühl, als ob Freddie mit am Tisch sitzen würde.

Willst du Freddie komplett kopieren bei deinen Auftritten?

Das will ich nicht und das könnte ich auch gar nicht. Freddie hatte seine Stimme, ich habe meine. Freddie und Johnny zusammen sind die Show.

In welchen Shows können wir deine Band erleben?

Wir haben unter anderem eine Rock- und eine Classical-Show mit großem Orchester. In Kanada habe ich noch ein weiteres Musikprojekt.

Was hast du für Pläne?

Ich schaue, was auf mich zukommt. Ich singe und komponiere. Meine Freundin aus Russland ist Pianistin, hat viele Songs von Queen für Klavier neu arrangiert. Sie will auf Tournee gehen, vielleicht werde ich dabei sein.

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erstellt am 18.Jul.2016 | 03:45 Uhr

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