Auf dass das Volk ins Staunen gerate

Mit der Wurfmaschine aus dem Mittelalter werben die Veranstalter optisch fürs Spektakel auf  der Plattenburg. Tourismusverband
Mit der Wurfmaschine aus dem Mittelalter werben die Veranstalter optisch fürs Spektakel auf der Plattenburg. Tourismusverband

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24. Mai 2011, 06:06 Uhr

Plattenburg | Um Erfinder und gewitzte Köpfe dreht sich alles bei der 19. Auflage des Plattenburgspektakels am 18. und 19. Juni. Das Amüsement soll - wie immer - nicht zu kurz kommen, "aber wir wollen den Besuchern mehr bieten", sagt Regisseur Thomas Welter. Mehr eigene Betätigung, ein Mehr an Wissen zu technischen und handwerklichen Hintergründen des Mittelalters.

Diesen Prämissen folgend seien auch gezielt die Anbieter ausgesucht worden. "Wir haben spezielle Leute gebucht, die an ihren Ständen wirklich alles selbst machen, Geschichtskenntnisse haben und nicht einfach nur Personal hinstellen", macht Welter deutlich und ergänzt: "Wir wollen uns von anderen Mittelalterveranstaltungen abheben."

Die rein optisch größte Erfindung wird die Wurfmaschine sein, die die Besucher natürlich in Aktion erleben können - ohne in Deckung gehen zu müssen. Als Munition sollen kleine angefeuchtete Strohbällchen dienen, verspricht Thomas Welter. Mit welchen Gerätschaften Steinmetze, Drechsler, Schmiede, Färber, Weber, Seifensieder im Mittelalter arbeiteten, zeigen eben diese Gewerke am 18. und 19. Juni. Das moderne Pendant dazu demonstrieren Azubis und Mitarbeiter des überbetrieblichen Ausbildungszentrums der Bauwirtschaft aus Perleberg (ÜAZ). Altes Werkzeug wird mit neuem verglichen. Die historischen Geräte stammen aus einer Sammlung des ÜAZ-Betriebsteils Wriezen. "Außerdem widmen wir uns dem Thema Holz und hier wiederum speziell dem Fachwerk", erläutert Ausbilder Jörg Bludßus. Dabei sollen die Gäste selbst Hand anlegen können.

Die Feuershow am Samstagabend hat bereits Tradition. Anschließend gibt es ein Konzert open end auf dem Burginnenhof. Varibus Coloribus aus Berlin verbinden Musik des Mittelalters mit modernen Elementen. Damit, so Thomas Welter, soll der Konzertabend aufgepeppt werden. Hexen, Gaukler, Rittersleute, Zauberer und nicht zuletzt die Besucher komplettieren das Bild auf der Burg. "Kostümierte Personen erhalten Rabatt", sagt Uwe Neumann, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz. Je authentischer die Kleidung, um so höher der Nachlass.

Im vergangenen Jahr besuchten etwa 6000 Gäste das Spektakel. "Diese Zahl brauchen wir auch mindestens, um eine schwarze Null zu schreiben", so Neumann.

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