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Der Prignitzer

18. Dezember 2017 | 19:23 Uhr

Auf Besuch bei den Dampfrössern

vom

svz.de von
erstellt am 19.Dez.2012 | 09:53 Uhr

Wittenberge | " Endlich haben wir eine Unterkunft, die wir den Besuchern guten Gewissens anbieten können", schreiben die Eisenbahnenthusiasten aus Salzwedel auf der Internetseite ihres Vereins voller Freude über ihre neue Heimat auf dem Gelände des ehemaligen Wittenberger Bahnbetriebswerks. Dort sind sie im Herbst mit ihrer tonnenschweren Technik, darunter riesige Dampfrösser, in den von der Stadt denkmalgerecht hergerichteten Lokschuppen eingezogen.

Bei einem ersten Tag der offenen Tür gleich nach dem Umzug strömten an die 1500 Gäste aus der Stadt und der Umgebung auf das Museumsgelände. Einen besseren Beweis dafür, wie groß das Interesse ist, kann es kaum geben. Der Kultur-, Sport- und Tourismusbetrieb (KSTW) hat sich darauf eingestellt. "Ab dem kommenden Jahr bieten wir Führungen über das Gelände mit Lokschuppen, Drehscheibe und Stellwerk an", sagt Simone Albers, Marketingleiterin des KSTW. Die neue Offert wird im derzeit entstehenden Touristenführer für das kommende Jahr verankert sein. Dort finden sich auch unter dem großen Motto "Erlebbare Eisenbahngeschichte" die wichtigsten Fakten zum größten Eisenbahnmuseum Brandenburgs, denn um ein solches handelt es sich beim Depot mit seinen umliegenden Anlagen tatsächlich. Und es finden sich im Touristenführer die Termine, zu denen Liebhaber schwerer Schienentechnik mit Stadtführern bei Führungen für jedermann auf Erkundungstour gehen können: am 15. Mai, am 15. Juni, am 27. Juli und am 14. September. Wer dabei sein will, muss sich an den genannten Tagen einfach nur um 14 Uhr vor dem Kulturhaus bei der Touristinformation einfinden.

Im Jahr 2009 hat der KSTW mit den 14 Uhr-Führungen ohne Voranmeldungen begonnen. Interessierte können die Altstadt, Rathaus, Jugendstilviertel, Hafen, Industriegeschichte erkunden bzw. auf der grünen Route wandern. "Angefangen haben wir mit insgesamt 73 Teilnehmern. In diesem Jahr sind es 187 gewesen. Wir haben also eine Marktlücke geschlossen", wertet Simone Albers das Angebot und unterstreicht, dass "sich jeder auf unser Angebot verlassen kann". Die Stadtführer gehen auch dann, wenn sich nur ein Interessent einfindet. Und die KSTW-Marketing-Chefin ist davon überzeugt, dass die Lokschuppen-Touren sehr gut angenommen werden. Neben den Angeboten für jedermann können sich natürlich auch Gruppen unabhängig von den genannten Terminen für einen Ausflug ins Depot anmelden. An der Seite von so kompetenten Stadtführern wie Jürgen Schmidt, ausstaffiert als Eisenbahner, Peter Lätzsch als Stadtbaurat Bruns oder Burghard Genth in der Rolle von Karl Singer geht es zu den Dampfrössern.

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