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Armin Schwarz ist der Quitzower „Dorfschulze“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zweitgrößter Perleberger Ortsteil musste jahrelang ohne Ortsvorsteher auskommen und hat jetzt einen sehr rührigen

von
erstellt am 17.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Seit Mittwochabend hat auch Quitzow einen Ortsvorsteher: In geheimer Wahl setzte sich in der Einwohnerversammlung Armin Schwarz mit 46 Stimmen gegen Jürgen Gerloff (22 Stimmen) durch. Der nach Düpow zweitgrößte Perleberger Ortsteil musste rund fünf Jahre lang ohne Vorsteher auskommen. Zum seinerzeit angesetzten Wahltermin erschienen ganz einfach nicht genügend wahlberechtigte Einwohner – mindestens 15 Prozent müssen es sein. Diese Quote wurde vorgestern nun bei Weitem übertroffen. 69 Quitzower (27,6 Prozent) setzten ihre Kreuzchen bei den Kandidaten, eine Stimme war ungültig. Über die geheime Ausführung der Wahl einigte man sich zuvor in einer gesonderten Abstimmung.

Für Armin Schwarz stand kurz nach dem Votum fest: „Es gibt bei dieser Wahl keinen Verlierer, sondern nur Gewinner – das Dorf und wir alle.“ Der engagierte 59-Jährige, ein Quitzower Urgestein, möchte das ausfüllen, was man anno dazumal als „Dorfschulzen“ titulierte. Einfach das Ohr an der Masse haben, einen engen Kontakt zur Stadtverwaltung und zum Stadtparlament pflegen. Dazu hat er in Quitzow sicher nicht nur bei Gesprächen über den Gartenzaun Gelegenheit, sondern auch in den Vereinen, in denen er ehrenamtlich mitarbeitet – im sehr rührigen Förderverein der freiwilligen Feuerwehr und in der Theatergruppe zum Beispiel. „Meine Rolle ist dort ,Pastor Gottlieb’“, berichtet er schmunzelnd. Der passionierte Skatspieler ist darüber hinaus Mitglied des Perleberger Vereins „Stepenitzkönige“, außerdem noch Vater von vier Kindern und Großvater von drei Enkeln.

Zu allererst werde er den Fokus auf den maroden Busstopp im alten Dorf legen. Für dessen Sanierung, war in der Einwohnerversammlung von Verantwortlichen der Stadtverwaltung zu erfahren, seien bereits Mittel eingeplant. Armin Schwarz ist es auch wichtig, mit allen Generationen ins Gespräch zu kommen. Eine regelmäßige Sprechstunde habe er nicht geplant. „Ich gehe gern auf die Leute zu und werde auch bereits jetzt aktiv von Quitzowern angesprochen“, sagt Schwarz.

Von den zwölf Perleberger Ortsteilen sind derzeit nur Gramzow und Wüsten Buchholz ohne Vorsteher.


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