Arbeitslosigkeit steigt im Winter

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Saisonüblich stieg die Zahl der Arbeitslosen in Brandenburg.dpa

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03. Januar 2013, 06:44 Uhr

Potsdam | Die Arbeitslosigkeit in Brandenburg ist im Dezember gestiegen - aber nicht stärker als in diesem Monat üblich. Landesweit waren 132 049 Arbeitslose gemeldet, 6878 mehr als im Vormonat und 3847 weniger als vor einem Jahr, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit gestern mitteilte. Die Erwerbslosenquote lag bei 9,9 Prozent - 0,6 Prozentpunkte mehr als im November und 0,3 Punkte weniger als vor einem Jahr. Brandenburg stand damit im Osten Deutschlands besser da als Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, aber schlechter als Sachsen und Thüringen. In Deutschland stieg die Arbeitslosenquote binnen Monatsfrist um 0,2 Punkte auf 6,7 Prozent.

Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sagte: "Die 9,9 Prozent sollten uns Ansporn sein, in unserer Wirtschaftspolitik für gute und qualifizierte Arbeitsplätze mit fairen Löhnen Kurs zu halten." Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) betonte, dass die Aussichten auf das neue Jahr durch die schwächelnde Konjunktur und die Finanzkrise getrübt werden. "Hier muss die Bundesregierung rechtzeitig Vorsorge treffen."

Der Leiter der Regionaldirektion, Dieter Wagon, sagte, im Dezember wirkten sich vor allem saisonale Einflüsse auf dem Arbeitsmarkt aus. "Oft enden befristete Verträge zum Jahresende und vielfach können Tätigkeiten in Außenberufen nicht ausgeübt werden." Die Zahl der gemeldeten Stellen habe im Dezember bei 3400 und damit saisonüblich unter der des Vormonats gelegen. Saisonbereinigt lag die Zahl der Arbeitslosen bei 136 000, dem gleichen Wert wie im Vormonat.

Für Oktober 2012 wurde die Zahl der Anstellungen mit Sozialversicherungspflicht gemeldet: Sie lag bei 781 100 Männer und Frauen. Das waren nach Angaben der Arbeitsagentur 4500 Menschen oder 0,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Erfreulich sei vor allem der Anstieg der Beschäftigtenzahl vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen, Gastgewerbe und Handel sowie in der Logistikbranche. Nach Auffassung der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der CDU-Fraktion, Roswitha Schier, müsse Langzeitarbeitslosen eine Integration durch zusätzliche Maßnahmen ermöglich werden. Das sollten Angebote zur Ausbildung und Qualifizierung sein, aber auch der Druck durch Sanktionen, sagte sie.

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