Junge Prignitzerin Aktion : Arbeit und Spaß in 48 Stunden

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Der „Prignitzer“ traf fleißige junge Leute in Lindenberg, in Berge und in Putlitz, die eigene Projekte verwirklichten.

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24. April 2017, 11:00 Uhr

Lukas muss einen Augenblick verpusten. Der Zehnjährige gehört zu jenen Mädchen und Jungen vom Dorfclub Lindenberg, die sich am Sonnabend gemeinsam mit Kameraden aus der Jugendwehr am dortigen Kleinbahnmuseum eingefunden haben. Sie sind beim Polloverein willkommen, wollen die jungen Leute die 48-Stunden-Aktion der Berlin-Brandenburgischen Landjugend (BBL) doch nutzen, einen Waggon und eine kleine Lok zu streichen. „Wir haben als Jugendclub zum Pollo-Verein sehr gute Kontakte, da ist es doch selbstverständlich, dass das auch bei eine solchen Aktion klappt“, sagen Carsten Pusch, über die BBL als Jugendsozialarbeiter im Bereich Groß Pankow beschäftigt, und Else Rosner. Die in Lindenberg Lebende engagiert sich ehrenamtlich sehr stark im Club.

Lukas sagt, es mache ihm Spaß, an dem Waggon mit der Drahtbürste die Farbe abzurubbeln. „Aber es ist auch ganz schön anstrengend. Das hätte ich gar nicht gedacht.“ Eileen (12) und Noah (12) sind auch fleißig, haben gestrichen. Rainer Knurbien, Lindenbergs Ortsvorsteher und gleichzeitig im Kleinbahnverein engagiert, freut sich, „dass es mit dem Jugendclub so gut läuft“. Deshalb hat der Verein die jungen Leute auch gern mit dem Projekt unterstützt.

Das Bild einer Tänzerin der Karnevalsgesellschaft Berge (KGB) nahm am Sonnabend an der Mauer der Kleiderkammer des Vereins langsam Gestalt an. Ein Dutzend „Funken“ waren gekommen, um das von der KGB genutzte Gebäude zu verschönern. Dazu zählte auch ein Schriftzug, der auf das närrische Treiben im Ort verweist. Während Figur und Buchstaben Konturen erhielten, waren andere Mädchen damit beschäftigt, Plakate und Programmankündigungen anzufertigen, um am Gebäude für die nächsten Veranstaltungen zu werben.

„Der heutige Einsatz im Rahmen der 48-Stunden-Aktion ist der Abschluss von Arbeiten, die schon einige Wochen laufen“, sagte Nicole Ullmann vom KGB-Vorstand. „Wir haben die Fassaden des Hauses gestrichen und die Dachrinnen erneuert. In der Kleiderkammer wurde aufgeräumt und geputzt. Requisiten, Kostüme und Technik wurden gesichtet und überlegt, wovon wir uns trennen, weil es nicht mehr genutzt wird.“

Auch im Jugendclub Putlitz war der Einsatz am Sonnabend weniger eine 48-Stunden-Aktion, sondern der Abschluss eines sechswöchigen Marathons. Von der Discokugel bis zu Trägern für Lautsprecher und Regale wurden Einbauten aus den vergangenen Jahrzehnten entfernt, die nicht mehr genutzt werden oder den heutigen Mitgliedern nicht mehr gefielen. Alte Waldbilder wurden entfernt, Wände teilweise neu verputzt und gestrichen.

„Die weißen Wände sollten bleiben, durch sie wirkt der Jugendclub größer“, befand Florian Gennburg, der schon bei den ersten Planungen dabei war. „Die bleiben auch und ob Waldbilder kommen, darüber reden wir alle noch einmal“, versicherte Jugendsozialarbeiter Patrick Zechel.

Am Sonnabend ging es vor allem darum, die vielen Farbspritzer und -flecken auf den Fußböden zu beseitigen, den Raum zu reinigen und die Möbel wieder aufzustellen, um den Jugendclub endlich wieder nutzen zu können.

 
 

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