Vodafone-Ausfall : Antennenschaden in Wittenberge?

Die Antennenanlage auf dem Dach des Henwi-Kaufhauses. Von hier aus sendet auch Vodafone Mobilfunk-Signale.
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Die Antennenanlage auf dem Dach des Henwi-Kaufhauses. Von hier aus sendet auch Vodafone Mobilfunk-Signale.

Mobilfunk in der Elbestadt seit dem Wochenende erheblich gestört / Ursachensuche dauert an

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19. März 2014, 22:00 Uhr

Wittenberge Gespräche, die sich nicht aufbauen oder mittendrin abbrechen, Nachrichten, die nicht oder verspätet zugestellt werden, keine Verbindung mit dem mobilen Internet: Vodafonekunden in der Elbestadt sind sauer. Mehrere Leser meldeten sich in der Redaktion und wollten wissen was los ist, auch unsere Kollegen sind betroffen.

Auf Nachfrage räumt Vodafone technische Probleme ein. „Seit dem 15. März ist in Wittenberge eine Basisstation ausgefallen“, bestätigt Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck. „Normalerweise sind solche Ausfälle innerhalb weniger Stunden behoben, aber im konkreten Fall scheint es ein größeres technisches Problem zu sein.“ Oder aber eins, das so klein ist, dass es noch nicht gefunden wurde.

„Wir gehen momentan davon aus, dass die Station an der Wilhelm-/Ecke Bahnstraße einen Antennenschaden infolge der starken Winde am Wochenende erlitten hat“, sagt Ellenbeck. Da reiche bereits ein geknicktes oder gestauchtes Kabel, um die Sendeleistung stark zu beeinträchtigen. „Die Antenne ist nach Süden und Osten ausgerichtet, bestreicht einen Sektor von etwa 120 Grad. Damit ist nicht nur Wittenberge betroffen, sondern beispielsweise auch Hinzdorf und Orte in Sachsen-Anhalt, beispielsweise Losenrade. Zudem versorge sie in geringem Maße auch den umliegenden Raum außerhalb des Sektors mit Mobilfunksignalen.

In Gebieten mit höherer Bevölkerungsdichte seien die Abstände der Basisstationen geringer, so könnten Ausfälle von benachbarten Stationen kompensiert werden. „In Kleinstädten stehen weniger Anlagen, weil die Auslastung jeder einzelnen geringer ist. Das fällt uns in Störungssituationen, ganz platt gesagt, auf die Füße“, so Ellenbeck. Insgesamt werde der Raum Wittenberge von fünf Basisstationen versorgt, wobei jede Antennenanlage einen bestimmten Bereich abdeckt.

Laut Vodafone waren die Arbeiten gestern kurz vor 17 Uhr abgeschlossen. Allerdings, hieß es, werde man die Situation weiter beobachten, um sicherzustellen, dass die Kunden den gewohnten Service nutzen könnten. Bei Facebook empfahl Vodafone genervten Kunden zwischenzeitlich, ihr Telefon manuell von UMTS auf GSM umzustellen, weil die betroffene Antenne ein UMTS-Sender sei. So greift das Telefon auf das nächste verfügbare GSM-Signal zu und Telefonieren sowie SMS seien möglich. Lars Reinhold

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