Anstoßen auf ein einsatzreiches Jahr

Intensiv gelebte Partnerschaft: Die Ubootbesatzung Alpha übergibt ein sogenanntes Stellingskleid und ein Gruppenbild der Mannschaft an die Wittenberger Feuerwehr.Lars Reinhold
Intensiv gelebte Partnerschaft: Die Ubootbesatzung Alpha übergibt ein sogenanntes Stellingskleid und ein Gruppenbild der Mannschaft an die Wittenberger Feuerwehr.Lars Reinhold

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26. November 2012, 09:53 Uhr

Wittenberge | 184 Einsätze mit tausenden ehrenamtlich geleisteten Stunden stehen für die Kameraden der Elb städtischen Feuerwehr gut sechs Wochen vor Jahresende bereits zu Buche - Grund genug, beim traditionellen Feuerwehrball am Samstag gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung, von befreundeten Feuerwehren, Sponsoren und nicht zuletzt den Partnern, die den Männern und Frauen in Uniform stets den Rücken freihalten, anzustoßen.

"Wie in den vergangenen Jahren gab es auch 2012 neben ,normalen Einsätzen, mit denen wir immer wieder zu tun haben, einige besondere Herausforderungen", berichtet Wehrführer Chris Brandt. "Vor allem am Osterwochenende mit vier Gebäudebränden innerhalb kürzester Zeit waren die Kameraden nahezu im Dauereinsatz." Auch der ABC-Einsatz nahe Lütkenwisch, als eine mutmaßlich an Milzbrand verendete Kuh aus der Elbe geborgen werden musste bleibe in Erinnerung, so Brandt.

Dass die Wehr auch im 144. Jahr ihres Bestehens gut aufgestellt ist, zeigt die Personalsituation. "Zusammen mit den Ortswehren in Hinzdorf und Bentwisch stellen 110 aktive Kameraden unsere Einsatzbereitschaft sicher, mit 30 Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr müssen wir uns um den Nachwuchs derzeit wenig Sorgen machen und auch unsere 60 Seniorenkameraden sind eine wichtige Stütze zur Organisation unserer Dienste", so Brandt. Dass langjähriges Engagement auch entsprechend gewürdigt wird erfuhr Bentwischs Wehrführer Torsten Wernicke, der gestern vor versammelter Mannschaft zum Brandmeister befördert wurde.

Schweigeminute für Ralf Heller

Bürgermeister Dr. Oliver Hermann würdigte in seinem Grußwort die hohe Einsatzbereitschaft der Wehr. "Brandschutz ist eine kommunale Aufgabe, die ausschließlich ehrenamtlich getragen wird. Eine offensichtlichere Identifikation der Menschen mit ihrer Stadt kann ich mir nicht vorstellen", so Hermann. Mit der Bitte um eine Schweigeminute erinnerte das Stadtoberhaupt zudem an den am 12. Juni verstorbenen ehemaligen Wehrführer Ralf Heller, der die Wittenberger Feuerwehr "zu der schlagkräftigen Truppe gemacht hat, die sie heute ist".

Für eine besondere Überraschung sorgte eine Abordnung der Besatzung Alpha des Wittenberger Paten-Ubootes U31, die ein großes Transparent, ein sogenanntes Stellingskleid sowie ein Bild der Crew mitgebracht hatte und so ihre Verbundenheit zur Patenstadt und ihren Brandschützern deutlich machen wollte. "Eine Patenschaft lebt von den Menschen die sie gestalten", sagte der von U31, Kommandant Korvettenkapitän Stefan Mayer, für den es der erste Feuerwehrball ist.

Dem formellen schloss sich der gemütliche Teil an, und die Kameraden feierten ausgelassen bis in die Nachtstunden. Und eine etwas eigenwillige Interpretation des Märchens von Rotkäppchen und dem bösen Wolf im Showprogramm bewies, dass mancher Kamerad auch durchaus schauspielerische Qualitäten besitzt.

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