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Familienhilfe in der Prignitz : Anregungen für Dottmobil

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

SOS-Kinderdorf Prignitz will in sein erfolgreiches Familienhilfsprojekt weitere Partner einbinden

svz.de von
erstellt am 25.Mai.2016 | 04:45 Uhr

Die Geburt eines Kindes bedeutet für die Familie Glück aber auch Veränderungen. Manchmal fällt der Übergang schwer, dann rollt Ilka Handrick mit dem blauen Dottmobil des SOS-Kinderdorfes Prignitz an und hilft. Der Name des Fahrzeugs geht auf die Kinderbuchfigur „Kleine Dott“ zurück. Zehn Mal kann eine Familie wählen, wie die staatlich geprüfte Erzieherin sie am besten entlasten kann. Beispielsweise sind begleitete Behördengänge, Fahrten mit dem Dottmobil zum Arzt, Hilfe im Haushalt, Rat bei der Babypflege oder kurzzeitige Betreuung möglich, sagte sie am Montag im Jugendhilfeausschuss des Kreistags.

Hinweise, wo nach einer Geburt zeitweilige Unterstützung benötigt wird, gibt der Babybegrüßungsdienst. Dieser hat Kontakt zu 80 Prozent der Prignitzer Familien mit Neugeborenen. „Wir denken darüber nach, Hebammen, Ärzte und Beratungseinrichtungen in das Netz aufzunehmen, um mehr Familien helfen zu können“, sagte der Leiter des Prignitzer SOS-Kinderdorfes, Dr. Daniel Krause-Pongratz. Dabei seien Datenschutzbestimmungen zu beachten.

Bisher wurden mit dem Dottmobil mehrere Hundert Neugeborene und ihr Umfeld betreut, so Ilka Handrick. Dabei sei jeder Fall anders, von Schreibabys über eifersüchtige Geschwister, Probleme mit der Neustrukturierung des Alltags bis zu Früh- und Mangelgeburten. Nach zehn Besuchen wird die Betreuung meist beendet, eine Verlängerung kann aber erfolgen. Für die Langzeitbetreuung ist das Dottmobil, das überwiegend aus Fördermitteln des Bundes und Spenden an das SOS-Kinderdorf finanziert wird, jedoch nicht vorgesehen.

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