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Informationen zur Geburt : Angst vor der Geburt nehmen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kreiskrankenhaus schafft neues Informationsangebot für werdende Eltern

svz.de von
erstellt am 20.Okt.2015 | 22:00 Uhr

In diesem Jahr wurden bisher 247 Kinder im Kreiskrankenhaus Perleberg geboren. Bei etwa jeder sechsten Geburt kommen die jungen Eltern nicht aus der Prignitz, sondern aus benachbarten Kreisen wie der Altmark oder Ostprignitz-Ruppin. Für alle werdenden Eltern und solche, die über Nachwuchs nachdenken, startet die Klinik in Perleberg jetzt mit einer Reihe von Informationsabenden. Ziel sei es, den Eltern die Angst vor der Geburt zu nehmen und sie mit dem Haus vertraut zu machen. Die erste Veranstaltung beginnt heute Abend um 18 Uhr im Konferenzraum Turm des Kreiskrankenhauses.

„Der Aufhänger existiert schon länger, wir wollten das so wie viele andere Geburtskliniken machen, in denen solche Abende schon länger üblich sind“, informiert Jaqueline Braun, Pressesprecherin des Krankenhauses. Jeden dritten Mittwoch im Monat stehen künftig der leitende Oberarzt Dr. Volkmar Hübel, Oberarzt Georgi Marinov, die Stationsleiterin Silke Schubert und die leitende Hebamme Ursula Sturm Rede und Antwort. Bisher seien Besichtigungen und Sprechstunden immer auf Anfrage eingerichtet worden, die Einzeltermine wolle man nun bündeln. „Wir möchten bei dieser Gelegenheit das Kollegenteam vorstellen, das bei einer Entbindung eine Rolle spielt“, so Jaqueline Braun. Damit würde man auch frühzeitig eine persönliche Bindung zu den Kollegen herstellen, die an der Geburtsvorbereitung, -begleitung und -nachsorge beteiligt sein werden. Die Mütter können sich mit ihren Partnern auch schon mal die Zimmer ansehen, kriegen einen Eindruck wo sie liegen werden und wie der Kreißsaal aussieht.

Wenn das geklärt ist, gehe es bei den Veranstaltungen um persönlichere Fragen, zum Beispiel wie der Geburtsvorgang im Detail aussieht und begleitet wird und welche Varianten für die Spontanentbindung es gibt. Prinzipiell stehen, je nach dem wie stark die Geburtshilfestation belegt ist, auch Familienzimmer bereit, in denen die Mütter und Partner einen intimeren Rahmen für die Geburtsbegleitung haben.

Im Sommer wurde erst der Neubau der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe feierlich eröffnet. Viele hätten, laut Jaqueline Braun, diesen Trakt noch nicht gesehen, also bietet sich hier die Möglichkeit der Besichtigung.

Sicher: Steigende Geburtenzahlen sind in der Prignitz nicht zu erwarten. Das Perleberger KKH rechnet selber mit zirka 300 Geburten im Jahr. Da freie, niedergelassene Hebammen immer häufiger aufgeben, sind die festen an den Kliniken mittelfristig um so nötiger. Das Problem bei freien Hebammen ist, dass sie eine spezielle Versicherungen brauchen, die in den letzten Jahren massiv teurer geworden ist.


Hebammenstelle immer noch ausgeschrieben


Am KKH sind aktuell vier Hebammen beschäftigt, die durch ihren Anstellungsvertrag die teure, private Absicherung nicht brauchen. Trotzdem wollen Niedergelassene nicht ohne weiteres in den Klinikbetrieb wechseln. Die Gründe sind unklar. Aktuell läuft immer noch die Ausschreibung für eine Hebamme am KKH. „Wir arbeiten auch in Kooperation mit niedergelassenen Hebammen, die uns tageweise am Haus mit aushelfen“, sagt die Pressechefin des KKH. Aber wenn man sich die Altersstruktur der festen Perleberger Geburtsbegleiterinnen ansehe, werde es auch hier irgendwann Nachwuchsprobleme geben.

 


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