Wahl : Angela Schulz bleibt an der Spitze

Die ersten Glückwünsche zur Wiederwahl gab es von Bürgermeisterin Annett Jura – und von den Einwohnern Applaus.
Die ersten Glückwünsche zur Wiederwahl gab es von Bürgermeisterin Annett Jura – und von den Einwohnern Applaus.

Einstimmig erhielt die bisherige Ortsvorsteherin das Votum der Schönfelder

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24. September 2015, 12:00 Uhr

Während in Sükow wegen mangelnder Beteiligung die Wahl eines neuen Ortsvorstehers auf den 7. Oktober vertagt werden musste, reichten in Schönfeld Dienstagabend die Stühle nicht. Dabei waren Wüsten Buchholzer, die ebenfalls eingeladen waren, nicht einmal vertreten.

34 Einwohner waren gekommen, das entspricht 35 Prozent der Wahlberechtigten. Einhellig votierten sie für Angela Schulz. Damit wird die bisherige Ortsvorsteherin auch die nächsten fünf Jahre die Anliegen der Schönfelder in Perleberg vertreten, den direkten Kontakt zur Stadtverwaltung suchen und halten und umgekehrt für diese der Ansprechpartner für das Dorf sein.

Und die Schönfelder haben noch so einige Dinge, die ihnen gelinde gesagt nicht gefallen. Da sind unter anderem die ihnen seit Kindesbeinen liebgewordenen Wege durch Mutter Natur oder auch direkt entlang der Dorfstraße. Letzterer wird in der Kurve inzwischen so von einer Hecke in Beschlag genommen, dass es einem Risiko gleiche, hier entlang zu spazieren. Denn für den Autofahrer sei schwer einsehbar, was ihn da erwarte. Man wolle sich mit der Kreisstraßenmeisterei, die Straße liegt in ihrer Hoheit, in Verbindung setzen, um schnellstens eine Lösung zu finden. Zugleich wolle man auch den verkehrstechnischen Aspekt überprüfen, denn von Bewohnern wurde hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung angeregt.

Noch mal auf die Tagesordnung kam der Bahndamm, sprich ein Weg, der eigentlich keiner ist. Gepachtet hat die Fläche ein Landwirt von der Stadt. Dem Wunsch der Schönfelder Rechnung tragend, pflügte er einen rund drei Meter breiten Streifen nicht um, so dass er von Spaziergängern genutzt werden könne. Was aber, wenn hier etwas passiere, jemand stürze? Diese Frage steht weiterhin im Raum. Auch diese Angelegenheit wolle die Stadt prüfen – ein weiteres Mal. Doch vielleicht schafft Bürgermeisterin Annett Jura, was ihre Vorgänger nicht vermochten – auch eine Lösung zu finden.

Gleiches gilt für die in die Jahre gekommenen Birken im gleichnamigen Weg. Jene machen alles andere als einen vertrauenswürdigen Eindruck, bescheinigt der Schönfelder Stefan Koepp, der als Stadtförster auch der Baumschutzkommission der Stadt angehört. Selbst ein Laie sehe, dass sie nicht mehr standsicher sind. Die Bäume aber säumen eine Kreisstraße. Birken sollen auch künftig dem Namen dieser eine Berechtigung geben. Entsprechend habe der örtliche Verein „pro Schönfeld“ für Nachwuchs gesorgt, junge Bäume hier in Absprache und Eigeninitiative angepflanzt. „Da erwarten wir auch, dass man uns ernst nimmt, wenn es um die alten Bäume geht und die Gefahr, die wir sehen“, lautet der Vorwurf.

Die B 5 ist und bleibt in Schönfeld auf der Tagesordnung. Allerdings wird es schon als Erfolg verbucht, dass der Landesbetrieb im Zuge der Ertüchtigung der B 5 für den Autobahnverkehr hier eine Linksabbiegerspur bauen will. Eingebunden werden soll dabei mit entsprechender Haltetasche auch die Bushaltestelle. 2016 soll alles fertig werden, so die Auskunft, führte Bauamtsleiter Hagen Boddin an. Von den Schönfeldern kam der Hinweis, darauf zu drängen, dass die Haltestelle dann auch entsprechend beleuchtet werde.

Ein Überholverbot auf der B 5 aus Richtung Quitzow spätestens kurz vor dem ersten Grundstück bis zum Blitzer bringt ein Anlieger ins Gespräch. „Denn nach dem Berg beginnt das große Überholen“, so dass er jedes Mal froh sei, wenn er unbeschadet mit dem Auto auf sein Grundstück einbiegen bzw. es verlassen kann. Ein verständlicher Einwand, dem man dem Landkreis als Untere Verkehrsbehörde vorbringen werde, versprach Thomas Kolbow vom Ordnungsamt der Stadt.  

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