Neuruppin : Angeklagter trotz Haftstrafe zufrieden

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14. Februar 2019, 10:43 Uhr

Mit dem gestrigen Urteil, drei Jahre und fünf Monate Haft wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes, kann der 23-jährige R. sichtlich gut leben. Er nahm die Entscheidung der Zweiten Großen Strafkammer des Landgerichts Neuruppin gestern noch im Gerichtssaal an. Damit ist das Urteil rechtskräftig, in das noch zwei vorangegangene Verurteilungen eingingen.

Der Angeklagte hatte, wie es die Vorsitzende Richterin sagte, am ersten Verhandlungstag ein „schonungsloses und reuevolles“ Geständnis abgelegt. Demnach war R. am Abend des 6. August 2018 in Begleitung eines 16-jährigen Kumpels in Wittenberge in der Wohnung des Geschädigten B. aufgetaucht, hatte diesen geschlagen und ihm danach die Wohnung ausgeräumt. Bei diesem Überfall hatte R. ein Messer dabei, das er aber laut eigener Aussage nicht benutzt hatte. Das glaubte ihm das Gericht auch.

Es ging deshalb von einem minder schweren Fall des Raubes aus und rechnete es R. hoch an, dass er dem Opfer gleich nach der Tat angekündigt hatte, ihm das Diebesgut zurück zu geben.

Wenn R. straffällig wurde – und das geschah in der Vergangenheit öfter – waren Drogen mit im Spiel. Falsche Freunde taten ihr übriges. Nun scheint R. jedoch auf einem guten Weg zu sein. Er will im Gefängnis eine Lehre machen. „Sie haben jetzt alle Chancen. Es wäre eine Genugtuung für uns, wenn sie es schaffen“, legte ihm die Vorsitzende Richterin ans Herz. R. habe nun genug Zeit, um an sich zu arbeiten.


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