Landratswahl 2014 : Andreas Giske will Landrat werden

Andreas Giske
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Andreas Giske

Vom Schulleiter zum Politiker: CDU schickt ihren Kreistagsabgeordneten ins Rennen, und der skizziert erste Schwerpunkte

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11. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Die Prignitzer CDU hat sich entschieden: Sie will Andreas Giske als Kandidaten für das Landratsamt ins Rennen schicken. Montagabend nominierte der Kreisvorstand den 47-Jährigen einstimmig, formal muss die Mitgliederversammlung am 15. Februar noch zustimmen. „Mit Andreas Giske haben wir einen kompetenten und überzeugenden Kandidaten“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Gordon Hoffmann auf der gestrigen Pressekonferenz.

Die Entscheidung sei lange gereift, sagte Giske und sprach von einem „nicht so einfachen Schritt“. „Aber ich habe den Mut zu gestalten und arbeite gerne mit Menschen“, so Giske, der seit 14 Jahren Schulleiter des Marie-Curie-Gymnasiums in Wittenberge ist. Seine Schulleitung würde ihn als einen „Teamplayer“ bezeichnen, meinte er. Die Erfahrungen aus dieser Leitungstätigkeit und aus seiner Funktion als Präsident des Prignitzer Handballclubs Wittenberge wolle er nutzen, um die Verwaltung „fit für die Zukunft zu machen“, formulierte er seinen Anspruch.

Ein Personalentwicklungskonzept für die Kreisverwaltung nannte er mehrfach als einen Schwerpunkt: „Die Einwohnerzahl ist gesunken, aber der Personalschlüssel relativ konstant geblieben. Mit Blick auf dem Haushalt brauchen wir sozialverträgliche Maßnahmen.“ Damit liegt er im Einklang mit Fraktionen des Kreistages, die erst vergangene Woche die Personalkosten der Verwaltung kritisch ansprachen. Giske wolle die Verwaltung weiter und stärker zu einem Dienstleister für die Bürger entwickeln. Als Landrat möchte er mehr Bürgernähe praktizieren, Sprechstunden anbieten und Vor-Ort-Termine wahrnehmen. Mit beiden Themen setzt Giske andere Akzente als Amtsinhaber Hans Lange.

Im Gegensatz zu Lange räumte Giske ein, kein Politprofi zu sein. „In diesem Punkt bitte ich ein wenig um Geduld.“ Seine bisherigen Erfahrungen beruhen auf der Mitgliedschaft im Kreistag seit 2009 und in der Gemeindevertretung Groß Breese von 1993 bis 2000, davon zwei Jahre als stellvertretender Bürgermeister. In die CDU trat er 2008 ein.

Die jetzigen Stellvertreter und Beigeordneten des Landrates, Torsten Uhe sowie Sabine Kramer, bezeichnete Giske als „sehr anerkannt in ihren jeweiligen Fachbereichen“. Menschlich und fachlich könne er sich mit ihnen eine sehr gute Zusammenarbeit vorstellen. 2010 begann die Amtsperiode der vom Kreistag gewählten Beigeordneten. Hans Lange hatte sie persönlich vorgeschlagen. Sein Nachfolger muss bis zum ende der Wahlperiode mit ihnen zusammenarbeiten.

Gordon Hoffmann hofft, dass noch andere Parteien sich für Andreas Giske aussprechen, ihn im Wahlkampf unterstützen. Im Vorfeld von Giskes Nominierung habe er vertrauliche Gespräche geführt. Ob es bereits dabei um einen möglichen gemeinsamen Kandidaten ging, ließ Hoffmann gestern offen.


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