Amt Lenzen bleibt auf striktem Sparkurs

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03. Dezember 2013, 11:33 Uhr

Bis zum Jahr 2018 will und muss das Amt Lenzen-Elbtalaue seinen Haushalt konsolidieren. Dazu verabschiedeten die Ausschussmitglieder auf ihrer jüngsten Sitzung ein Haushaltssicherungskonzept, das noch von der Kommunalaufsicht genehmigt werden muss. Notwendig wurde die Maßnahme, da die Jahresabschlüsse 2009 bis 2012 einen Fehlbetrag von rund 481 000 Euro ergaben. Aus dem Jahr 2013 ist gemäß Planung zusätzlich ein Minus von 30 100 Euro zu erwarten, so dass ab 2014 insgesamt 511 061,26 Euro auszugleichen sind. Ausschlaggebend für das Defizit sind laut Kämmerin Marlies Kaßburg Rückstellungen für Altersteilzeit und Pensionen.

Um Personalkosten zu sparen, will das Amt sein Konzept zur Organisationsstruktur der Verwaltung weiter vorantreiben. Danach werden ein Viertel der bisherigen Stellen (20,5) in der Amtsverwaltung bis Ende 2014 abgebaut. Langfristige Zielstellung ist eine neue Struktur und Besetzung mit maximal 15,5 Stellen. Die weitere Stellenplanung soll im kommenden Jahr konkretisiert werden.

Da die Amtsumlage kurzfristig allein wegen der Personalaufwendungen nicht gesenkt werden kann, ist laut Kämmerei „die Analyse und Einflussnahme auf die Sach- und Betriebskosten und Geschäftsaufwendungen erforderlich“. Sie machen eine Größenordnung von jährlich 350 000 bis 400 000 Euro aus. Dazu gehören Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten von baulichen Anlagen, Haltung von Fahrzeugen, Aus- und Fortbildung, Geräte und Ausstattungen, sowie Post-, Telekommunikation, öffentliche Bekanntmachungen oder Büromaterial.

Durch Prüfung der Notwendigkeit laufender Leistungen, Ausschreibung für Beschaffungen und Verträge (Dienstleistungen für technische Überwachung, Reinigung, Wartungsverträge, Versicherungen) und Optimierung der energiewirtschaftlichen Versorgung der Gebäude sind nach Ansicht der Kämmerei weitere Einsparungen möglich.

Konkret regt die Finanzverwaltung des Amtes an, die Kosten für beispielsweise Heizung und Strom im Rathaus (13 000 Euro), Post- u. Telekommunikation einschließlich Handyverträge (35 000 Euro), das Amtsblatt (30 000 Euro), die Nutzung der Gebäude Kirchhofstr. 5 und Rathausstr. 8 sowie für den Brandschutz (135 400 Euro) auf Notwendigkeit und Optimierung zu analysieren.

„Mit der Realisierung der Haushaltssicherungsmaßnahmen würde unter Berücksichtigung der Fehlbeträge aus Vorjahren und Fortschreibung der planmäßigen Überschüsse im Planjahr ein gesetzlicher Haushaltsausgleich ab 2018 möglich sein“, so Marlies Kaßburg in ihrem Bericht. In der mittelfristigen Planung für 2014 bis 2017 wurde von einer konstanten jährlichen Amtsumlage von 1 350 000 Euro ausgegangen.

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