Ampelbau reagiert auf die A 14

B 5/Kreuzung Quitzow wird bis Jahresende saniert Verkehrsführung während Bauzeit grob abgesteckt

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01. Juni 2015, 11:20 Uhr

Das geschulte Kraftfahrerauge macht sie bereits aus – kleine rote Markierungspflöcke auf der Wiese an der Quitzower Ampelkreuzung. Aus Richtung Premslin kommend könnte man meinen, hier plant der Landesbetrieb die Straße zu verbreitern. Auch von einer separaten Rechtsabbiegespur ist die Rede.

„So viel Verkehr biegt hier nicht von der B 5 ins Dorf ab, als dass eine Rechtsabbiegespur gerechtfertigt wäre“, kontert Frank Schmidt, Abteilungsleiter Planung und Entwurf beim Landesbetrieb für Straßenwesen. Doch mit der Ertüchtigung der B 5 in diesem Bereich habe das schon zu tun. Grob wurde das Baufeld hier abgesteckt, wo die Verkehrsführung während der Bauphase erfolge, so Schmidt.

Im August soll Baubeginn, Ende des Jahres soll das Gros der Arbeiten geschafft sein. Die Kreuzung soll komplett saniert und wieder mit einer Ampel ausgestattet werden.

Warum wieder eine Ampel, die seit Jahren hier ein Ärgernis ist, und kein Kreisverkehr, wie einst gesagt? Ein Kreisverkehr ist in der Anschaffung teuer, in der Unterhaltung möglicherweise preiswerter. Bei der Ampel verhalte es sich umgekehrt. Doch das seien nur zwei Aspekte, erfuhr der „Prignitzer“. Die prognostizierten Verkehrsströme, die auf Dauer fließen, also auch, wenn die A 14 eine Entlastung bringt, wovon man ausgeht, sind ein entscheidender Faktor. Kurzum, es geht um die auf Lebenszeit betrachtete Wirtschaftlichkeit. Die garantiere in diesem Fall eine Ampelanlage.


Autobahnverkehr wird Strecke belasten


Derzeit erfolgt der Ausbau der A 14 nur bis Karstädt. Das heißt, von der A 14 wird der Verkehr zwischen Karstädt und der Landesgrenze Sachsen-Anhalt dann auf die B 5 und weiter auf die B 189 geleitet. Damit wird die B 5 hochfrequentiert, muss diesen Verkehrsstrom aufnehmen. Das heißt, er muss bevorteilt werden. Und das gehe nur mit einer Lichtsignalanlage. Über eine entsprechende Programmierung – längere Phasen für den Hauptverkehrsstrom – lasse sich das realisieren.

Wann die Autobahn bis nach Wittenberge gebaut werden kann, ist weiterhin völlig offen.

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