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Freibad Karstädt : „Am Anfang war’s ganz schön kalt“

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Saison am Samstag eröffnet / Sonnensegel, Kletterhaus und Spielgeräte neu angeschafft

von
erstellt am 19.Mai.2014 | 12:00 Uhr

„Das nächste, was ich beim Bürgermeister beantrage, ist eine Heizung für die Becken“, „Also Eisbaden wäre nichts für mich“, „Es war beim ersten Mal kalt, beim zweiten und beim dritten Mal auch“, lauteten die Kommentare, die am Samstagmittag durch das Karstädter Freibad hallten. Ein paar Mutige hatten sich am Sonnabend gefunden, um sich in das 17,5 Grad Celsius kühle Nass zu stürzen. „Am Anfang war’s ganz schön kalt, mit der Zeit ging es aber“, meinten die beiden 14-jährigen Jeremy Maik und Jonathan.

Wie in vielen Badeanstalten landauf landab wurde am Sonnabend auch in Perleberg und in Karstädt die Saison offiziell eröffnet. „Alle drei Becken haben die gleiche Temperatur. Wir haben leider keines beheizt“, sagt die Karstädter Badleiterin Manuela Rozycki, die in diesem Sommer dort in ihrem 21. Jahr Regie führt. Aber mit einem Grinsen meinte sie: „Wir hatten es auch schon kälter mit nur 13 Grad Wassertemperatur bei der Eröffnung.“ Zugute kam am Sonnabend, dass die Lufttemperatur gute 20 Grad hatte und es trocken blieb, im Gegensatz zum gestrigen Sonntag.

Aber der Sommer kommt ja erst noch. In den vergangenen Monaten wurde im Karstädter Freibad vieles angeschafft. Endlich konnte das Sonnensegel für das Kinderbecken aufgestellt werden. Weitere Neuerungen wie zwei Tischtennisplatten, von denen eine von einer Wittenberger Familie gespendet wurde, ein Kletterhaus und eine Wippe für den Spielplatz sowie eine Basketballanlage können den Tag nun zu einem Familienausflug werden lassen. Die Anschaffungen konnten mit dem Geld aus dem 24-Stunden-Schwimmen des Vorjahres und dem 12-Stunden-Schwimmen aus 2013 realisiert werden. Jeder geschwommene Kilometer wurde von der Sparkasse Prignitz und den Karstädter Firmen in bares Geld umgemünzt. „Wir sind stolz darauf“, meint die Badleiterin. und verweist auf die vielen Unterstützer der Schwimmaktion, beispielsweise den Schwimmclub Delphin aus Wittenberge.

Genauso ist es bei der täglichen Arbeit. „Ohne meine Wasserwacht hier aus Karstädt wäre das gar nicht möglich. Wir sind 56 Leute und alle helfen bei dem, was gerade so anfällt“, sagt die Schwimmmeisterin, die in diesem Jahr wieder einige Aktivitäten für Jung und Alt plant.


Schwimmen für neues Übernachtungszelt


Und natürlich gibt’s auch in diesem Jahr wieder das 24-Stunden-Schwimmen. Manuela Rozycki weiß auch schon, wofür das Geld, das dabei zusammenkommt, bestens verwendet werden kann. „Wir wollen uns in diesem Jahr ein neues Übernachtungszelt im Naturcamp neben den Blockhütten anschaffen. Das steht ja die ganze Zeit draußen, und das alte muss erneuert werden“, so die Badleiterin. Vom 4. bis 5. Juli wird dann also wieder um jeden Kilometer gekämpft.

Und sie plant neben den Schwimmkursen für Kinder und Erwachsene auch Kurse in Wassergymnastik anzubieten – wenn die Nachfrage denn da ist.

Die offiziellen Öffnungszeiten sind während der Schulzeit an den Wochentagen von 13 bis 20 Uhr, an den Wochenenden und in den Ferien von 10 bis 20 Uhr.


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