Alu-Brücke als Ersatz für die aus Holz

Vorplanung vorgestellt, Baubeginn für Herbst geplant, Fertigstellung möglichst Ende des Jahres

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10. Juni 2015, 08:44 Uhr

Es tut sich was in Sachen Brücke im Hagen. Im Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend stellte Tino Teichert vom Ingenieurbüro Pöyry, Außenstelle Perleberg, die Vorplanung vor. Im Herbst ist der Baubeginn vorgesehen und möglichst noch zum Jahresende soll der neue kleine Überweg für Fußgänger und Radfahrer im Hagen fertiggestellt sein.

Geplant ist hier, so Teichert, eine sogenannte Aluminium-Fachwerktrog-Brücke zu errichten, analog der am Wallgebäude. Diese wird auf die vorhandene Gründung aufgebaut. Als schwierig bezeichnete der Planer allerdings die Baugrundverhältnisse. Die Brücke ist für eine Sonderlast von maximal zehn Tonnen bemessen, vorausgesetzt die Gründung lasse das zu.

Sonderlast stehe für die Fahrzeuge des Stadtbetriebshofes, die zur Bewirtschaftung des Hagens eingesetzt werden und die Brücke queren. Teichert gab sich hinsichtlich der Gründung aber relativ optimistisch, statische Berechnungen, die man im Vorfeld gemacht habe, sprechen dafür. Zudem sei diese Tonnage bereits sehr anspruchsvoll, ergänzte Bauamtsleiter Hagen Boddin. Die jetzige Querung, die bis zur Sperrung auch der Stadtbetriebshof mit seinen Fahrzeugen nutzte, sei für fünf Tonnen ausgelegt.

Rückblick: Seit Ende November vergangenen Jahres führt kein Weg mehr über die Brücke in Verlängerung der Hagenstraße, was auf massive Kritik bei den Anliegern stieß, die an die 400 Unterschriften sammelten.

Dass diese Wegebeziehung über die Brücke erhalten bleibt, zum einen für die Anlieger, aber auch als Zuwegung zum Hagen, der grünen Lunge der Stadt, daran ließ die Stadt keinen Zweifel. Doch unter den gegeben Umständen musste sie diese sperren. Denn eine Brückenprüfung belegte, dass Sicherheit und Tragfähigkeit nicht mehr gewährleistet seien. Damit stand ein Ersatzneubau im Raum. Zuvor musste sich die Stadt mit dem Landesumweltamt (LUGV) aber über die Besitzverhältnisse einigen. Bis dato war strittig, wem die Brücke eigentlich gehört. Nach dem großen Hochwasser 1993 hatte das LUGV diese errichten lassen, als der Hagengraben geöffnet wurde. Bis dahin war die Stepenitz hier, wie noch heute im unteren Teil des Hagens in Höhe des Spielplatzes, verrohrt.

Schließlich wurde eine Vereinbarung zum Neubau der Hagenbrücke abgeschlossen. Diese sieht vor, dass sich nun beide an den Kosten des gemeinsamen Vorhabens beteiligen, das LUGV zu 75 Prozent, die Stadt zu 25 Prozent. Die derzeitige Kostenermittlung für die Brücke im Hagen beläuft sich auf 162 100 Euro. Der Eigenanteil für die Stadt, die Vorhabenträger des Projektes ist, beträgt damit 40 600 Euro. Nach Fertigstellung geht die Baulast, sprich die Brücke, in die Hoheit der Stadt über.  

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