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Wittenberger Willfried Lattorff geehrt : Als Züchter immer auf Achse

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Höchstes Gremium der Rassegeflügelzüchter verlieh Willfried Lattorff den Titel eines Bundesehrenmeisters.

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Dieser Tage erst hat ihm ein Zuchtfreund gesagt, dass er wohl ein bisschen verrückt sein müsse, sonst würde er sich doch mehr schonen. Willfried Lattorff erzählt schmunzelnd von dieser Begegnung. Ja, vielleicht muss man wirklich ein bisschen verrückt sein, wenn man sich auch mit 80 Jahren eine Woche lang sehr früh ins Auto schwingt, um nach Hannover zu fahren, abends wieder zurück kommt, um an nächsten Morgen wieder los zu fahren. 2000 Kilometer mehr zeigte der Kilometerzähler seines Autos an, als die Rassegeflügelausstellung des Bundesverbandes zu Ende war. Züchter wissen: Dort stellen die Besten aus. Lattorff war mit seinen Hampshire-Hühnern dabei. Und sein Fachwissen war – wieder einmal – gefragt. Lattorff war als Preisrichter im Einsatz. In der vergangenen Woche dann war sein Preisrichterwissen für eine Rassegeflügelschau in Osterburg gefragt. Dann ging es nach Glöwen, wo am Wochenende der Havelberger Zuchtverein seine Tiere präsentierte.

Seit der Bundesschau in Hannover trägt der Wittenberger Rassegeflügelzüchter einen besonderen Titel: Er darf sich Bundesehrenmeister nennen. Ein Titel, den der Bund der Deutschen Rassegeflügelzüchter an jene verleiht, die jahrelang erfolgreich züchten, sich im und für den Verband engagieren.

Dass der Wittenberger 1958 mit Erfolg seine Prüfung als Geflügelzuchtmeister absolvierte, hat, da es sich um eine berufliche Qualifizierung handelt, mit seinem Engagement in der Rassegeflügelzucht zwar nichts zu tun, ist aber auf jeden Fall auch erwähnenswert.

Im Vorstand des Rassegeflügelzuchtvereins von Wittenberge ist Lattorff seit 1952 engagiert, rund 40 Jahrzehnte war er der Vorsitzende. Auch wenn er diese Funktion jetzt mit Rico Fathke einem Jüngeren überlässt, aufs Altenteil hat sich Lattorff nicht zurück gezogen, dazu ist er noch viel zu agil. „Im nächsten Jahr werde ich so an die 25 bis 30 Tage bei den verschiedensten Schauen sein, das steht jetzt schon fest“, sagt er. Ein Höhepunkt für den Züchter Lattorff wird die große New Hampshire-Hauptschau sein. Für diese Rasse ist er nämlich Hauptzuchtwart. Als engagierter Züchter findet Lattorff deutliche Wortes zum Sinn dieses zeitaufwendigen Hobbys: „Wir Rassegeflügelzüchter bewahren kulturelles Erbe.“


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