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Nach dem Hochwasser kam die Arbeit : Alltag ist im Bootshaus in Garsedow zurück

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Flutschäden von 2013 sind bis auf eine Reparatur an der Slipanlage beseitigt. Wassersportler und Radler schätzen die touristische Unterkunft

svz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Ein letzter größerer Kraftakt noch an der Slipanlage für die Boote, dann hat der Wassersportverein Garsedow die Schäden, die das Hochwasser 2013 am Bootshaus und an den Anlagen hinterließ, beseitigt. Vereinschef Lothar Haase ist froh, „dass wir soweit durch sind“.

Wenn das Hochwasser an der Garsedower Vereinsanlage auch nicht so große Zerstörungen hinterließ, wie beispielsweise in den Bootshäusern auf dem Königsdeich, waren die Vereinsmitglieder trotzdem auch hier voll gefordert. „Das Wasser hat sich seinen Weg gesucht, ist von unten in die Räume eingedrungen, ist in den Wänden hochgezogen. Deshalb mussten Fußböden neu gemacht werden. Es war zu malern.

In Kürze wollen die Vereinsmitglieder nun noch den Beton am Fuß der Slipanlage erneuern. „Wenn wir das fertig haben, sind die 13 000 Euro, die wir als Förderung aus dem Fluthilfefonds bzw. als Spende erhalten haben, verbaut“, so der Vereinschef. Wahrscheinlich müssen die Wassersportler vom Vereinskonto für die Sanierung der Slipanlage noch etwas eigenes Geld ausgeben. „Aber das wird zum Glück nur ein geringer Teil sein“, fügt Haase an. Er erinnert sich an das Hochwasser 2002. „Damals haben wir so gut wie keine Zuschüsse erhalten. Für die Schadensbeseitigung unser Vereinsgeld ins Haus gesteckt.“ Es habe Jahre gedauert, „bis wir uns finanziell davon erholt hatten“.

Das Bootshaus Garsedow gehört der Stadt. Der Verein bewirtschaftet es mit allen finanziellen Konsequenzen. Einnahmen, die in die Anlagen zurück fließen, kommen beispielsweise aus der Vermietung der insgesamt fünf Zimmer mit je zwei Schlafplätzen. „Radler und Wassersportler schlafen hier preiswert und gut“, sagt Haase. Man kann die Quartiere vorbestellen, muss sich unter 0387/6507 an den Vereinsvorsitzenden wenden. Auf dem Gelände können Camper ihr Zelt aufschlagen und Wohnwagen Rast machen. „Auch das bringt dem Verein einige Einnahmen, die wir gut gebrauchen können.“ Im vergangenen Jahr konnte der Verein den Heizwasserspeicher, der mit Holz befeuert werden musste, auf Elektrothermen umstellen. Vielleicht klappt es eines Tages ja finanziell auch, die alte Gebäudeheizung, die Unmassen von Holz verschlingt, durch eine modernere zu ersetzen. Das ist ein großer Wunsch der Wassersportler.

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