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Großprojekt vor dem Start : Alles neu macht der Herbst

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

In Kürze beginnen am Marienplatz und in der Wittenberger Straße umfangreiche Bauarbeiten / Infos auf der Anwohnerversammlung

von
erstellt am 29.Aug.2014 | 22:54 Uhr

Zwei Jahre Planung – nun stehen die Bauarbeiten in der Wittenberger Straße und am Marienplatz kurz vor dem Start. Anlieger kamen aus diesem Grund am Donnerstagabend im großen Sitzungssaal des Rathauses zusammen, wo Details des Projekts erläutert wurden und man seine Fragen loswerden konnte.

Finanziert wird das Großvorhaben, bei dem die Sanierung der Wittenberger Straße und des Marienplatzes im Fokus stehen, aus Fördermitteln des Programms „Stadtumbau Ost“, Teilprogramm „Aufwertung“, aus Eigenmitteln der Kommune sowie aus Anliegerbeiträgen gemäß der Straßenbaubeitragssatzung.

Dazu machte Bauamtsleiter Hagen Boddin Ausführungen, schränkte jedoch zugleich ein, dass die Berechnung für jedes Grundstück letztendlich anders aussehe. Das habe mit Fläche, Geschossigkeit und Nutzungsart der jeweiligen Immobilie zu tun und auch mit der konkreten Lage. „Die Anliegerbeiträge haben wir bereits für jedes Grundstück berechnet. Eigentümer, die Fragen dazu haben, können sich gern bei uns im Bauamt in der Karl-Liebknecht-Straße melden“, so Boddin. Grundsätzlich könne man von einem Kostensatz von acht bis 18 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche ausgehen. Bei gewerblich genutzten Objekten sei noch einmal mit einem Zuschlag von vier bis fünf Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Weitere Ausgaben kommen auf die meisten Eigentümer in diesem Gebiet zu, bei denen die Trinkwasser-Hausanschlüsse erneuert werden.

Im Zusammenhang mit den Straßenbauarbeiten werden auch Schmutz- und Regenwasserleitungen neu verlegt, teilweise zudem Stromkabel erneuert. Diese Arbeiten reichen bis in die Beguinen- und die Nachtigallstraße sowie den Grahlplatz hinein. Zuständig dafür sind der Westprignitzer Trink- und Abwasserzweckverband sowie die PVU. Olaf Schlünzen vom betreuenden Ingenieurbüro Rauchenberger machte deutlich: „Wir haben bei ähnlichen Vorhaben in der Stadt schon mehrfach gemeinsam agiert. Das hat sich bewährt.“ Schlünzen erörterte, dass Kraftfahrer sich während der Bauphase überwiegend auf halbseitige Straßensperrungen mit Ampelregelung einstellen müssen. Die unausweichlichen Vollsperrungen der viel befahrenen Wittenberger Straße wolle man zeitlich so begrenzt wie möglich halten. Erforderlich werde das, wenn die Tiefbauarbeiten die Beguinen- und die Nachtigallstraße queren sowie beim Auftragen der Asphaltdecke. Letzteres soll nach Möglichkeit bis Weihnachten erfolgen, natürlich in Abhängigkeit von der Witterung und vom Fortgang der begleitenden archäologischen Arbeiten. Das Vorhaben insgesamt soll im April 2015 abgeschlossen werden.

Ihren Unmut äußerten einige Bürger über die aus ihrer Sicht mangelnde Beteiligung der Anwohner an dem Projekt. Die Stadt und der Sanierungsträger BIG Städtebau verwiesen ihrerseits auf das korrekt abgelaufene Beteiligungsverfahren im Rahmen der Planungsphase sowie auf mehrere öffentliche Workshops, an denen sich Interessierte hätten beteiligen können.

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