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Der Prignitzer

22. August 2017 | 20:32 Uhr

Alarmsignale vom langen, roten Mast

vom

Düpow | Aufatmen im Gasthof Düpow und bei der freiwilligen Feuerwehr des Ortes: Mit dem Aufstellen des neuen Sirenenmastes, direkt neben dem Gerätehaus, ist die Alarmierungstechnik auf dem neuesten Stand - und das alte Gerät auf dem Dach des Gasthauses wird künftig niemanden mehr mit lautem Geheul stören.

Wie lange genau die alte Sirene ihren Dienst auf dem Dach des Gasthofes tat, wusste keiner der Kameraden, die sich Samstag früh zum Aufstellen des neuen Sirenenmastes eingefunden hatten. "Die gibt’s schon ewig", sagt Wehrführer Gebhard Thalmann. Sie ließ regelmäßig den Dachstuhl wackeln und Gäste gewissermaßen senkrecht im Bett stehen. Und die alte Sirene fraß auch jede Menge Energie. "Der Kraftstromanschluss, mit dem wir dort arbeiten mussten, war schon ein Problem", verdeutlicht Ralf Arnoldt, stellvertretender FFw-Chef in Düpow.

Am neuen Standort läuft die Sirene, die für den besseren Schall auch eine andere Trichterform aufweist, jetzt mit Lichtstrom. Ab dieser Woche werde sie in Alarmierungssituationen von der Leitstelle Potsdam aus direkt angesteuert. "Für den manuellen Alarm - auch das kann ja mal notwendig sein - gibt es außerdem an der Außenwand des Feuerwehrgerätehauses noch einen Knopf", erläutert Arnoldt.

Er ist froh, dass es zwischen Wehr und Technischem Hilfswerk eine so gute Zusammenarbeit gibt, denn am Sonnabend benötigen die Düpower in der Tat selbst technische Hilfeleistung. Schließlich musst der knapp 400 Kilogramm schwere, elfeinhalb Meter lange Stahlmast zunächst einmal aufgerichtet und dann behutsam an seinen Bestimmungsort - aufs Betonfundament - gebracht werden. "Sven Roggemann hat das nötige Fingerspitzengefühl dafür. Das klappt schon", sagte Ralf Arnoldt und behielt Recht. Nach ein paar Startschwierigkeiten ging es dann ganz schnell mit dem Koloss. Den Mast haben die Feuerwehrleute übrigens in Eigeninitiative besorgt. Er stand einst an einer Bahnstrecke und war grün. Jetzt ist er rot beschichtet.

Trotz der Alarmierung per Funk und SMS tun Sirenen nach wie vor ihren Dienst. 24 Mal erscholl sie dieses Jahr bereits in Düpow. "Für eine Ortsfeuerwehr wie Düpow sind das vergleichsweise viele Einsätze", sagt Gebhard Thalmann. Technische Hilfeleistungen und Brandeinsätze kamen am häufigsten vor. Positiv: Bis jetzt gab es 2011 noch keinen Fehlalarm.

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erstellt am 13.Dez.2011 | 11:09 Uhr

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