Alarmsignal

von
11. August 2009, 07:11 Uhr

Andreas HerholzEs wäre ein schlimmes Blutbad geworden. Ein verheerendes Attentat auf US-Amerikaner in Deutschland, ein grausamer zerstörerischer Schlag wie in Madrid oder London. Die Sicherheitsbehörden durchkreuzten schließlich die Pläne der islamistischen Fanatiker gerade noch rechtzeitig. Jetzt stehen die sogenannten Sauerland-Bomber vor Gericht und brechen ihr anfängliches Schweigen. Geständnisse, die nicht nur Schrecken und Ausmaß der geplanten Tat deutlich werden lassen, sondern auch Einblick geben in die Strukturen des internationalen Terrorismus und der Terror-Basis Pakistan. Dort werden junge Kämpfer, darunter auch immer mehr aus Deutschland, offenbar gezielt ausgebildet und auf Anschläge in Europa vorbereitet. Glaubt man dem Rädelsführer der Gruppe, soll der Dschihad, der heilige Krieg der Mudschahidin gezielt in Europa und Deutschland geführt werden. Die Beteiligung am Afghanistan-Einsatz rückt Deutschland ins Fadenkreuz der islamistischen Fanatiker. Ein besonderes Augenmerk gilt vor allem dem regen Reiseverkehr nach Pakistan und den Besuchern von Terrorcamps. Die Pläne der Sauerland-Bomber konnten vereitelt werden. Glaubt man ihren Geständnissen, dürfte es weitere Versuche des internationalen Terrorismus geben. Grund zur Panik gibt es nicht. Aber erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit sind dringend geboten.

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