Akademiebau Ende der Woche fertig

<strong>Der Innenhof</strong> wurde zu einem  Atrium mit der Glaskuppel. <foto>Doris Ritzka</foto>
Der Innenhof wurde zu einem Atrium mit der Glaskuppel. Doris Ritzka

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11. Juli 2012, 09:55 Uhr

Perleberg | Am 28. März vergangenen Jahres war offiziell Baubeginn auf dem Großen Markt 12. Unmittelbar vor seiner Fertigstellung ist nun das Gebäude, das unter anderem auch das Domizil der Lotte-Lehmann-Akademie werden soll. "Bis auf einige kleine Restarbeiten ist das Gebäude bauseitig fertig", bestätigt Klaus-Dieter Gerloff, zuständiger Mitarbeiter im Bauamt, auf Nachfrage des "Prignitzers".

Neben der kulturellen ist hier zugleich eine touristische Nutzung ins Auge gefasst. Multifunktionell könnte man das angedachte Innenleben umschreiben, das in erster Linie den Anforderungen des Akademiebetriebes gerecht werde und zugleich auch so konzipiert sei, dass Dritte die Räumlichkeiten nutzen können, wie anlässlich der symbolischen drei Hammerschläge seitens der Stadt kund getan wurde.

Im Eingangsbereich im Erdgeschoss soll neben dem Stadtmarketing eine kleine Präsentation an die Namensgeberin, die Operndiva Lotte Lehmann, an ihr Leben und Werk erinnern. Über zwei Etagen erstrecken sich die eigentlichen Probenräume. Entstanden sind zudem Büroräume und ein Sanitärbereich. Über einen Fahrstuhl sind die oberen Stockwerke auch für Rollstuhlfahrer erreichbar. Dieser ist zudem so dimensioniert, dass auch größere Musikinstrumente transportiert werden können.

Interessant ist die Innenhofgestaltung. Hier ist eine Art Atrium entstanden mit einer Glaskuppel als Abschluss. Sowohl der ehemalige Hof als auch das Erdgeschoss bieten somit Platz für öffentliche Veranstaltungen.

Mit im Boot war in jedem Fall die Denkmalpflege, denn zum einen baute man im Sanierungsgebiet, zum anderen handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Anwesen. Farbkonzepte, aber auch Fenster, Türen und dergleichen wurden abgestimmt. Großen Wert legte die Denkmalpflege auf die Fassade, den Erhalt der Holzdeckenbalken und der Wandkonstruktionen, so der Architekt Klaus Röpke, der von einer guten, konstruktiven Zusammenarbeit mit der Behörde spricht.

Die jetzige vierte Sommerakademie wird aber noch nicht komplett unter dem neuen Dach stattfinden. Denn nun geht es erst noch an die Ausstattung der Räumlichkeiten. Doch erste Proben werden hier bereits laufen, war vom künstlerischen Leiter Angelo Raciti zu erfahren. Und natürlich wird das neue Domizil auch noch standesgemäß eingeweiht im Beisein der jungen Sänger und Sängerinnen der Akademie und der Lotte-Lehmann-Woche.

Rund 1,8 Millionen Euro waren für das Gesamtprojekt veranschlagt, das zu 75 Prozent über das Bund-Länder-Programm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren gefördert wurde. "Noch liegen die Schlussrechnungen nicht alle vor, doch bis dato sind wir im Limit", so Hans-Christian Sauer, Projektleiter der Big-Städtebau.

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